Beiträge von Sanjoese

    Human Village, abends


    Pete trank entspannt einen Krug Bier. Die beiden Kinder sind ja unheimlich freundlich und ein Bündel Leben, aber ein Pirat brauch nunmal auch ein wenig Ruhe. Gerade weil die Situation, in der er sich befindet, nicht gerade die beste ist. Pete hatte eigentlich wichtigeres im Kopf, als sich Sorgen um zwei Kinder zu machen. Er hoffte nur, dass es eine ruhige Nacht werden würde. Er spürt das Training der letzten Nacht immer noch in sich.
    Ein anderes Problem, welches ihm im Kopf herumschwirrt, ist jedoch die heutige Wahl. Weiterhin ist nicht viel von den anderen Außenweltlern zu sehen gewesen. Das macht die Entscheidung natürlich nicht einfacher. Jedoch kann Pete es sich nicht leisten direkt nochmal nichts zu tun. In vielen Fällen ist das nämlich schlimmer als eine falsche Entscheidung zu treffen. Außerdem ist er ja schließlich nicht unfehlbar. Pete hat sich dazu entschieden seine Stimme zur Ausschlusswahl Kilian zu geben. Auch wenn ihm die Nonne immer noch komisch vorkommt, so hatte sie doch bei der ersten Wahl recht gehabt. Nur gut für ihn, dass er hier keinen Wetteinsatz zu verlieren hat. "Chunglin noch eins bitte." "Kommt sofort."

    Human Village, gegen Abend


    Pete hat völlig verschlafen. Das Training die Nacht über hat ihm wohl mehr abverlangt als er dachte. Kyle und Sina sind schon seit einer Weile wach und jagten durch die Gegend. Seit einer halben Stunde jedoch versuchen sie Pete aufzuwecken. Mittlerweile haben die beiden das auch geschafft. Pete hat einen echt guten Schlaf, aber der Macht von zwei kleinen Menschen standzuhalten, war zu viel. Kyle hat sich in der Nacht als ein sehr schneller Lerner herausgestellt. Leider hat das Pete so motiviert, dass sie die ganze Nacht durchgemacht haben und doch scheint der kleine Kerl wenig Müdigkeit zu zeigen. Pete hingegen ist immer noch relativ am Ende. "Wo habt ihr nur die ganze Energie her?" Pete hat es dann doch geschafft sich fertig für den Rest des Tages zu machen. "Du bist doch nur alt. Weniger Meckern mehr Bewegen, das hilft." Sina hingegen hat sich als ein typisches kleines Mädchen herausgestellt. Naja auf jeden Fall hat sie für jede Situation was zu sagen. "Na denn raus mit euch. Wir müssen noch ein wenig Einkauf tätigen."


    Eine kleine Weile später


    "Ah hallo. Du auch wieder hier." Der freundliche Panda Chunglin grinst Pete über den Tresen an. "Und dieses mal sogar mit mehreren." Chunglin stellt einen Krug vor den Piraten und beginnt ihn zu füllen. "Hast du auch was für die Kleinen?" Sina und Kyle fahren durch Chunglins Fell. Sie scheinen großen Spaß daran zu haben. "Ja natürlich! Pandarischer Tee ist für jeden gut. Ob groß oder klein Tee ist immer fein." Chunglin hebt die beiden auf und setzt sie neben Pete in die Hocker. Sie kichern glücklich dabei. Das Fell musste sie kitzeln. "Ah ihr erinnert mich an die Kinder von der schwimmenden Insel. So aufgedreht und abenteuerlustig. Hier das ist für euch." Jeweils eine kleine grüne Tasse wird in die Richtung der beiden Geschwister geschoben. Die Tassen sind feinste Handwerkskunst so etwas sieht man nicht oft. Pete hatte mal mit Händlern aus dem weiten Osten zu tun, die mit solchen Stücken handelten. Verschiedene Kulturen waren schon immer ein Punkt von Interesse für Pete. Gerade was Mythen und Monster anging. "Diese Tassen sind aus Jade mein Freund. Mein Meister schenkte sie mir zum Abschluss meines Trainings.", erklärt der Braumeister während er mit den beiden Schützlingen spielt. "Interessant. Die Handwerkskunst ist wirklich beeindruckend." "In der Tat. Wir Pandaren schätzen das Kleine. Außerdem schmeckt ein Tee gleich viel besser, wenn der Anblick auch stimmt." Lächelnd nimmt Pete ein Schluck von seinem Krug. Das heutige Gebräu... hat Pfiff. Nicht schlecht... das weckt einen direkt auf. "Achja die Nonne möchte heute anscheinend ein Fest feiern. Die Frauen informierten mich. Heute geht alles aufs Haus." "Mmmmm aufs Haus. Das gefällt mir. Auch wenn mir diese Nonne ein wenig merkwürdig vorkommt so scheint sie doch gar nicht so schlecht zu sein." Pete nimmt einen weiteren Schluck. Es ist wohl keine schlechte Idee hier zu bleiben. Bei einem Fest sollte man auch den Rest zu Gesicht bekommen. Eventuell kommt er ja so an mehr Informationen. Außerdem haben die Kinder viel zu großen Spaß dabei mit einem überdimensionierten, lebenden Teddybären zu spielen, so dass Pete diesen Sitzplatz wohl erst mal warmhalten müsste.

    Gasthaus, Human Village


    Die Nacht kam über das kleine Dorf. Pete hatte es sich im Speißesaal gemühtlich gemacht. Auch ein Pirat muss etwas Essen. Auf leeren Magen denken funktioniert in 9 von 10 Fällen eher schlecht. Das Essen hier ist schlicht aber dennoch schmackhaft. Pete hat schon lange nicht mehr so einen großartigen Eintopf gegessen. Auf den Meeren gibt es grundsätzlich eher Fischgerichte. Das Fleich hier ist ein starker Kontrast dazu. Während er genüsslich einen Löffel nach dem anderen aus seiner Schüssel holt fällt ihm etwas auf. Sein Blick richtet sich auf das Fenster, welches den Anblick einer unheimlich dunklen Nacht trägt. Jedoch ist das nicht alles. Dort draußen in der Dunkelheit laufen ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge. Pete ist nun wirklich keine Moralapostel, er ist ja auch Pirat, aber von dem, was er so gehört hatte, sollten Kinder wirklich dringend Nachts in ihren Zimmern bleiben. Den restlichen Leuten um ihn herum scheinen die beiden gar nicht aufgefallen zu sein, oder sie ignorieren es einfach. Wie auch immer der Seemann kann so nicht ruhig weiteressen und begibt sich nach draußen.
    Draußen angekommen sieht er wie die beiden versuchen sich aus dem Dorf zu schleichen. Als wirklich unauffällig würde Pete sie jetzt nicht bezeichnen, aber das Dorf war um diese Stunde so leer, dass es wohl nicht auffliegen würde, selbst wenn sie schreiend aus dem Dorf rennen. Langsam nähert sich Pete den beiden und packt sie direkt am Kragen, so dass ihre Füße den Halt zum Boden verlieren. "HEY! Lassen Sie uns los!", quängelt der Junge direkt. Pete hebt beide direkt noch ein Stückchen höher, damit die beiden auf seiner Augenhöhe sind. "Du alter Stinkeopa! Lass und runter!" Stinkeopa? Welch nette Beleidung von dem kleinen Mädchen. "Pah Stinkeopa Pete lässt hier niemanden runter. Nicht bevor ich weiß was ihr beiden vorhabt." Die Kinder sind absolut nicht begeistert. Der Kleinen kommen die Tränen in die Augen und der Kerl sieht so aus als würde er am liebsten auf Pete einschlagen. Gut, dass sie so weit oben hängen. "OK seht mal her ihr beiden. Es ist stockduster hier draußen, was wollt ihr außerhalb des Dorfes. Gerade ihr solltet doch eigentlich wissen, wie gefährlich das ist. Im Gegensatz zu mir wohnt ihr ja hier. Was denken denn eure Eltern darüber?" "Ja... aber..." Oh weh jetzt weint auch noch der kleine Mann. "Mami... und Papi sind... sie sind..." Oh verdammt Pete hat wohl einen wunden Punkt getroffen. Naja weinend werden sie auf jeden Fall nicht das Dorf verlassen. "So ihr beiden Heulbojen kommt jetzt mit mir und ihr werdet mir dann gleich erklären, was hier los ist." Pete setzt die beiden Kinder auf den Boden ab, um sie dann wieder aufzuheben. Diesmal trägt er die beiden aber in den Armen statt am Kragen. Im Gasthaus musste er seine Reservierung nochmal umbuchen. Ein Zimmer für drei müsste her.


    Eine Weile später


    Pete hat mittlerweile herausgefunden weswegen die beiden Kinder mitten in der Nacht unterwegs waren. Sie haben ihre Eltern an etwas das hier als Youkai bekannt ist verloren und wollten ausziehen um sich zu rächen. Soweit der Pirat das verstanden hat sind Youkai einfach nur verschiedene Arten von Monstern mit dieser Bezeichnung als Überbegriff. Nachdem die Kinder aufhörten zu weinen versorgte Pete sie mit etwas zu Essen und fragte sie ein wenig aus. Auch Kinder haben wertvolle Informationen. Wie ihre Namen zum Beispiel. Der Junge heißt Kyle und das Mädchen Sina. Es war definitiv eine gute Sache, dass Pete sie aufgehalten hatte. Nachdem wie schnell sie das Essen vernichteten zu urteilen ist, waren beide wohl recht ausgehungert. So besiegt man definitiv keine Monster und ohne Waffen erst recht nicht. Pete selbst weiß wie es ist alleine sich durchkämpfen zu müssen. Er hatte auch echt ein riesen Glück, dass er bei den Piraten aufgenommen wurde und so einen "festen" Job hat. Deswegen entschloss sich der Seemann, dass er auf die beiden weiter aufpassen würde. Ohne Eltern ist das Leben schrecklich und er selbst ist zwar kein Ersatz aber alles ist besser als alleine zu sein. Da er aber wohl nur temporär hier ist musste er wohl ein paar Vorkehrungen Treffen, damit für die beiden gesorgt ist. Erste Sache würde sein etwas Geld für sie aufzutreiben. Zweite Sache ist Kyle "überlebensfähig" zu machen. Nachdem die kleine Sina eingeschlafen ist, bega sich Pete mit dem kleinen Jungen nach draußen. "Kleiner, ich weiß leider nicht wie lange ich hier sein werde. Die Situation scheint ein wenig seltsam zu sein und ich muss zusehen dass ihr zwei hier auch wirklich weiterhin überlebt. Tote Leute sehen sich kein zweites mal... leider. Du willst also dein Eltern rächen? Sorgen wir dafür, dass dies auch funktioniert." Pete reicht Kyle seine Armbrust. Der Junge sieht ihn nur verwirrt an. "Was schauste so? Mit deinen Händen töteste keine Monster. Ich werd dir beibringen wie man dieses Ding benutzt. Wir werden wohl ne Weile brauchen, aber das schaffst du schon." Pete ging dazu über auf dem Platz kleine Ziele aufzustellen und dem Jungen die Grundlagen der Handhabung seiner Waffe näher zu bringen. Pete und Kyle würden wohl den Rest der Nacht trainieren.

    Human Village


    Pete hatte den Tag mit Angelng und Unterhaltungen verbracht. Der Tag neigte sich jedoch schneller dem Ende zu als ihm lieb war. Er hatte sich auch bereits Gedanken zur Ausschlusswahl dieses Tages gemacht, musste sich jedoch dazu entschließen niemanden zu wählen. Es würde ihm nichts bringen einfach ohne irgendwas irgendwelche Leute herauszuwählen. Der Seemann brauch noch mehr Informationen bevor er anfangen kann Leute zu beschuldigen. Nachdem er wieder im Dorf ankam machte er sich direkt zum Gasthaus auf. Eine Nacht im freien ist definitiv ok, aber wenn es hier auch Gasthaus gibt so würde er dies auch nutzen. Welch ein Glück, dass er stets ein wenig Bargeld mit sich herumtrug. Die heutige Nacht wird wahrscheinlich wieder eine lange werden.

    Human Village


    Pete hatte die Nacht im Freien verbracht. Über den ganzen Tumult des letzten Tages hatte er völlig vergessen, dass er noch einen Platz zum Schlafen brauchte. Ein Glück für ihn, dass er es gewohnt ist, da er eigentlich ja auch immer im Krähennest schläft. Dennoch war das Dach, welches er sich für diesen Dienst aussuchte, nicht wirklich bequem. Es war eine lange Nacht. Mittlerweile steht die Sonne auch schon wieder hoch am Himmel und im Dorf herrscht ein freudiges Treiben. An Chunglins stand sitzt momentan tatsächlich niemand. Grimgar muss wohl auch bei der Arbeit sein. Was der Zwerg wohl so treibt? "Ey Jung, was machst denn da oben?", reißt eine männliche Stimme den Piraten aus seinen Gedanken. EIn älterer, gut gelaunter Mann steht am Fußes des Hauses. "Oh, guten Morgen der Herr. Ich hab hier oben die Nacht verbracht." Pete began langsam damit sich von dem Dach zu entfernen. "Hm dein Gesicht kenn ich gar nicht... bist wohl n Außenweltler was?" Trotz des rauen Tons zierte ein Grinsen das Gesicht des Mannes. "Äh, ja genau. Ich bin hier gestern angekommen und seitdem irgendwie... anwesend." Der Mann lachte kurz auf. "So wird aber nichts aus dir, Jungchen. Lass mich deiner Anwesenheit ein Strich durch die Rechnung ziehen. Du wirst jetzt mit mir und meinen Mannen ne Runde Angeln gehen." Angeln? Das ist tatsächlich keine schlechte Idee. Ist zumindest etwas zu tun und was zu Essen treibt er damit auch gleichzeitig auf. Pete stimmt der Aktion sehr motiviert zu und so begibt er sich mitsamt dem Mann und zwei seiner Bekannten zu einer Runde Angeln. Die Herren hatten anscheinend einen angenehmen Ort am Misty Lake gefunden und zu dem sind sie nun unterwegs.

    Human Village


    Der Tag neigt sich so langsam dem Ende zu. Pete hat den Nachmittag über mit Chunglin und Grimgar verbracht. Beide erzählten von ihren "Runden" und was sich zu der Zeit so zugetragen hat. Die Leute hier hatten tatsächlich bereits eine Zombieinvasion zurück gehalten. Bei Pete zuhaus würde einfach nur die Panik ausbrechen. Von einer geordneten Verteidigung wäre da nur zu träumen. Über den Verlauf des Nachmittags sind noch einige Leute angekommen. Alles in allem doch ein recht bunter Haufen, wenn auch nicht so durcheinander wie seine Crew.
    Pete hatte sich überlegt sich als Dorfoberhaupt aufstellen zu lassen. Jedoch scheinen die meisten Leute, die hier ankommen sich direkt auch aufstellen zu lassen. Seine Chancen sind demnach nicht die höchsten weswegen er diese Idee damit auch verworfen hat. Man will ja nicht direkt alle Leute hier spalten, wenn auch die Situation nicht unbedingt die beste ist.
    Pete hat sich von den hier einheimischen Leuten, welche wie er die Situation hier beobachteten, einige Informationen angesammelt. Heidi scheint wohl diese komische Nonne auf dem fahrenden Ding zu sein. Ist für Pete das erste mal, dass er Leute die mit Religion zu tun haben mit Maschinen herumfuchteln sieht. Der Panda hat wohl recht mit verschiedenen Welten. Pete hat jedoch noch nicht herausgefunden ob seine oder deren eine andere Welt ist. Naja egal. Jedenfalls weiß er, dass er nicht für Heidi stimmen wird. Religiöse Leute stellen meist ein Hindernis für Freigeister da und Pete ist sich nicht sicher, ob er dafür verantwortlich gemacht werden will, dass hier irgend ne Nonne komische Dinge dreht. Ben scheint der seltsame Typ, welcher mit der Nonne gekommen ist zu sein. Er ist anscheinend schon fleißig unterwegs gewesen und verteilt gefalltete Papiere. Zudem sieht er ein wenig geistig abwesend aus... deifinitv seltsam. Auch für ihn will Pete keine Stimme geben. Er ist zum einen seltsam und zum anderen hat er irgendwas mit der Nonne zu tun. Kilian scheint eine Art Magier zu sein. In Kul Tiras sieht man diese Art Mensch eher selten. Dort baut man noch auf die guten alten Methoden. Bis auf sein Auftauchen und dieses Schriftkunststückchen hat er aber noch nicht groß etwas bewirkt. Zuletzt wäre da noch Soran. Soran... existiert. Dieses Persönchen tauchte hier sehr spät auf und setzte direkt seinen Namen zu den anderen.
    Pete wiegt seine Optionen ab, auch wenn er nicht viele Informationen hat von denen er ausgehen kann. Er entscheidet sich dafür Soran seine Stimme zu geben. Der Kapitän sagte immer, dass im Ungewissen eine gewisse Gewissheit lag und von Soran hat er an wenigsten Informationen.

    Fluss in der Nähe von Youkai Mountain:


    Pete treibt in dem Fluss vor sich hin. Vor wenigen Minuten war er noch mitten in einem riesigen Sturm. Es ist der Crew schon wirklich lange nicht mehr passiert in so einen Sturm zu geraten. Ihre Wetterauskunft am letzten Hafen hatte behauptet dass es bestes Wetter für die Schiffsfahrt sei. Nicht einmal der Kapitän hat damit gerechnet und dieser ist schon durch so manches Mistwetter gefahren. Das schlimmste an der Sache ist, dass er aus seinem Ausguck geschüttelt worden ist und nachdem er seine Augen wieder öffnete treibt er nun hier in diesem seichten Gewässer unter bestem Wetter. Es gibt eigentlich nur zwei Erklärungen hierfür: 1. Pete ist bewusstlos und träumt sich grad schön was zusammen während seine Mannschaft gegen den Sturm kämpft und versucht ihr Schiff zu retten oder 2. er hat ins Gras gebissen. Naja in diesem Fall wohl eher ins Wasser... und dann kann man wohl auch nicht mehr beißen sagen. Zweiteres ist aber eher unwahrscheinlich sonst würde ihm dass Wasser nicht so nass vorkommen. Er hat ja schon einige Geschichten über den Tod gehört aber nicht, dass sich das Wasser dann immer noch nass anfühlt. Nun all das Grübeln würde ihn nicht weiterbringen und Pete schwamm langsam ans Flussufer. Zu seiner Überraschung scheint seine Ausrüstung noch komplett zu sein. Nicht mal sein Buch ist beschädigt. Diese Tatsache erfreut ihn doch sehr, da dieses Buch als Unikat doch schwer zu ersetzen wäre. Nach kurzem Orientieren fällt dem Piraten auf, dass er sich mitten in einer Landmasse befand. Also irgendwas ist hier doch wirklich faul. Der nächste Hafen war noch zwei Tage von ihrer Position entfernt. Wie zur Hölle ist er hierher gekommen?
    "Ähm hallo?" Pete wird von einer Stimme aus seinen Gedanken gerissen und er dreht sich zur Quelle dieser. Vor ihm steht nun ein Mädchen, welches komplett in blau gekleidet ist mit einer Mütze und einem viel zu großem Rucksack. Ok nun ist er sich sicher er ist definitiv weit weit weg von zu hause... "Yo Kleine, was brauchste?" Das Mädchen scheint sich zu freuen die Aufmerksamkeit von Pete erlangt zu haben. "Hallo, ich bin Nitori. Du scheinst nicht von hier zu sein. Kann ich dir weiterhelfen?" Nun erst spricht sie mich an und dann bietet sie mir Hilfe. Komischer Ort hier aber man nimmt gerne alle Hilfe entgegen. "Klar, darf man fragen wo man sich befindet?" "Ach das ist leicht du bist hier in Gensokyo in der Nähe vom Youkaimountain." "Ok... nie von gehört." "Das wiederum würde mich auch wundern." "Ok andere Frage: ist hier irgendwo ein Dorf in der Nähe. Von dort aus ist es mir ja sogar vielleicht möglich mich zu orientieren." "Natürlich, wenn du immer weiter da lang", Nitori gestikuliert mit ihren Armen von dem Berg weg, "gehst kommst du ins Human Village." "Na denn. Vielen dank Mädel ich mach mich dann mal." Pete richtet sich noch halbwegs zurecht und macht sich dann in die aufgezeigte Richtung auf.


    Human Village


    Nun es hat zwar ein wenig gedauert, aber Pete hat es zum Dorf geschafft. Die Leute hier begrüßten ihn alle freundlich. Einige starrten ihn jedoch argwöhnisch an. Aber damit ist wohl zu rechnen. Piraten sind nicht überall gerne gesehen. Das Örtchen hier hat einen unheimlich interessanten Stil. So etwas hatte Pete noch nicht gesehen. Und... halt warte... ist das ein Panda? An einem kleineren Stand steht ein relativ großer Bär der vergnügt einem kleinem, bärtigen Mann Bier einschenkt. Was zur...? Pete hatte in seinem Leben ja schon Pandas gesehen aber dieser hier hat einen eigenen Stand und schenkt Bier aus? Der verdutzte Pirat kneift sich in den Arm. Wie erwartet spürt er den Schmerz.... er ist noch wach. Der Bär bemerkte, dass er komisch von der Seite angestarrt wird und ein breites Grinsen ziert nun sein Gesicht. "Aaah ein neues Gesicht. Komm her und setz dich. Kann man dir etwas anbieten? Ich habe nur das feinste Bräu." Pete nähert sich dem Stand langsam und setzt sich neben dem bärtigen Mann. "Mann, ich will ja nicht unhöflich wirken aber du bist ein sprechender Panda", war das erste was Pete von sich gab, nachdem er sich saß. Der Bär lachte kurz auf. "Ha der Jüngling hat noch nie einen Pandaren gesehen Chunglin. Die meisten Außenweltler scheinen das ja in letzter Zeit eher gelassener zu nehmen aber dieser hier scheint noch relativ normal.", meinte der Zwerg zum Pandaren während er seinen Humpen leerte. "Hach welch eine Schande. Dabei weiß doch jeder, dass pandarisches Bräu das beste für jeden Mannes Gaumen ist." Chunglin grinst zu dem Zwerg und stellt ihm einen weiteren Humpen hin. "Ähm entschuldigt aber ich komm nicht ganz mit... Außenweltler?" Pete ist sichtlich verwirrt und die Gegenwart dieser beiden Gestalten machte es nicht besser. "Ja definitiv ein Neuling. Junge ich bin Grimgar und der Dicke dort ist Chunglin. Genau wie du sind wir beide nicht von hier." "Das stimmt lass mich dir die momentane Situation näherbringen.", übernimmt der Braumeister.
    Er erklärt dem Piraten dass in variierenden Zeitabständen immer wieder Leute von außerhalb in diese Welt mit dem Namen Gensokyo gebracht werden. Gensokyo ist von einer Barriere umgeben, weswegen es eigentlich nicht möglich ist rein oder raus zu kommen. Das eigentliche Problem an der Sache ist, dass dies sogesehen eine Art Spiel ist. Eine bestimmte Anzahl an Leuten werden "eingeladen" und in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine der Gruppen versucht durch Mord und Todschlag die andere auszulöschen und so für eine gewisse Zeit die Macht hier im Dorf innehaben. Die andere jedoch muss über ein Votingsystem, welches einmal am Tag stattfindet eben diese Leute aus dem Dorf wählen. Sollte diese Gruppe ihr Ziel erreichen wird es im Normalfall im Dorf erst mal wieder ruhig und die nächste Zeit passiert nicht wirklich etwas. Zudem wird heute wohl erst mal ein Dorfoberhaupt mit höherem Stimmrecht bei Stichwahlen bestimmt. Zudem werden Leute nicht nur von der Außenwelt sondern auch aus verschiedenen Zeitepochen oder gar ganz anderen Welten gezogen für dieses Event. Es ist hier schon einiges passiert.
    "Vielen dank. Das erklärt mir hier schon einiges. Ich sollte mich wohl als Dorfoberhaupt melden, aber dies werde ich später tun. Was kannst du mir anbieten?" "Hoho nur das beste Bräu. Alles Eigenkreationen von mir."

    Profil
    Name: Wahnfried von Wolfenstein/Pete
    Geschlecht: Männlich
    Alter: 25
    Spezies: Mensch
    Herkunft: Kul Tiras
    Beruf: Pirat, Ausguck


    Aussehen
    Er ist 1.75m hoch, hat wuschiges, blondes Haar und rote Augen. Er trägt stets eine mechanische Brille mit sich, die ihm als Fernrohr und zum Zielen dient. Pete trägt eine braune Weste mit einem weißem Hemd darunter und eine schwarze Hose aus festem Stoff sowie ein paar Sandalen an den Füßen. Um alles abzurunden hat er noch eine Kette mit einem Anhänger in der Form eines Säbels und einen Beutel für seine Wertsachen.


    Fähigkeiten
    Petes Fähigkeiten beschränken sich darauf, dass er ein begabter Schütze mit seiner Armbrust ist sowie ein unheimliches Geschick sich aus Situationen herauszureden. Aus diesem Grund ist er Ausguck auf dem Schiff vom Kapitän Marks "Borstenbart". Seine Redenskunst hält ihn schon seit Jahren am Leben und die restlichen Crewmitglieder meinen, dass er selbst einem Wal einen Kühlschrank verkaufen könnte. Natürlich kompletter Schwachsinn, denn mit Walen reden ist doch ein wenig komplizierter. Seine Schussfähigkeit tut er selbst meist nur als unheimliches Glück ab.


    Ausrüstung
    Jedes der Mitglieder von Borstenbarts Crew trägt stets ein Paar Goldstücke mit sich herum für den Fall eines Notfalls. Pete ist zudem mit einer Armbrust ausgerüstet, die schon seit Generationen in seiner Familie ist. Diese wurde damals von einem Priester gesegnet und braucht deswegen keine Munition. Sie schießt statt normalen Bolzen kleine konzentrierte Lichtpfeile. Diese haben ungefähr die selbe Auswirkung, können aber auch leichte Brandspuren hinterlassen. Für den Fall, dass er sich im Kampf Mann gegen was auch immer behaupten muss hat er zudem einen Säbel. Die Säbel der Piratencrew wurden von einem kleinen Dorf an der südlichen Küste Kul Tiras bereitgestellt. Das Dorf steht unter persönlichem Schutz des Kapitäns und die Dorfbewohner bedanken sich dafür mit Ausrüstung. Zuletzt hat er noch ein Buch in seinem Beutel, welches über die Heldentaten seiner Ahnen im Kampf gegen die Dunkelheit berichten. Das letzte Erinnnerungsstück an seine Familie.

    Ja auch ich existiere immer noch. Ich geh meiner Tätigkeit als Stalkergeist nach. Da du ja schon mal hier warst, dürftest du deine Sonnenbrille ja auch noch haben. In dem Sinne wie Prof. Eich es sagen würde: "Willkommen zurück."

    Ich war tatsächlich der Böse. Deswegen wurdest du auch rausgewählt und böser Sack der ich nunmal bin hab ich meinen Post extra spät abgeschickt damit die Möglichkeiten das zu verhindern eher gering sind. Rin wurde bereits in der Nacht für den Tod makiert. Aufgrund der neuen Regel starb er aber erst bei Anbruch der nächsten Nacht.

    Definitiv eine interessante Runde, wenn sie auch hauptsächlich von Rin und mir lebte. Walter war denke ich doch der passende Charakter für diese Runde.
    Ich bin so an das alte System gewohnt was das Töten der Leute angeht, dass ich gerade jetzt zum Ende verwirrt war. Der einzige Gedanke war "Verdammt jetzt habe ich die Runde doch verloren." Naja bis Rin mich daran erinnerte, dass er ja auch sterben würde. Ist irgendwie komisch keinen Sieger zu haben.
    Von mir kommt noch ein Verbannungspost... früher oder später. Mal schauen wie ich es einschieben kann.

    Wunderbar die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen. Die Bühne steht und die Genehmigung von Night Owl ist auch da, obwohl Walter sich nicht ganz sicher ist, ob diese Genehmigung auch wirklich ihren Zweck erfüllt. Night Owl sah ein wenig abwesend aus, als er sie unterschrieben hat. Als Dorfoberhaupt hat man wohl einiges zu tun. Im Nachhinein wohl doch ganz gut, dass er es nicht geworden ist. Wie auch immer jetzt sollte er sich auf seine Show konzentrieren. Das wird ein heiden Spaß und die Zuschauer kommen auch schon nach und nach. Die Kinder sind bereits alle da. Walter hatte die Möglichkeit genutzt und Keine mit ihrer Schulklasse eingeladen. Er sagte ihr, dass dies ein Spektakel sei, welches man nicht verpassen sollte. Erst recht nicht um diese Uhrzeit. Der Mond steht in dieser Nacht an einer perfekten Stelle. Das Mondlicht ist angenehm schwach und doch stark genug um alles passend zu erleuchten. Ah... die Erwachsenen treffen ein.
    "Halli-hallo, hallo und willkommen zur Show der Nacht! Heute entertaint sie der Walter, welcher meine tote Wenigkeit ist. Sie erwartet Zauber, Magie und Erstaunen, denn eines kann ich ihnen sagen: ihre Anwesenheit ist schon ein erstaunliches Ereignis an sich. Oh ja welch Pracht diese Menschenmenge doch ist." Walter stolziert über seine kleine Bühne. Sie ist nichts wirklich erstaunliches. Ein paar Bretter, die jeweils auf Holzkästen befestigt worden sind. Sie hat wohl eine Höhe von noch nicht mal einem halben Meter. Somit sehen auch die Kinder alles. "Meine Damen und Herren und Damensherren und Herrensdamen sowie auch die Kinder, welche ein gar großartiges Publikum bisher waren, lasst mich euch einen alten Brauch aus meiner Heimat zeigen. Heute ist eine ganz besondere Nacht... oh ja. 'Warum?', ist sicher eure Frage. Lasst mich euch dies beantworten. Heute ist die sogenannte Nacht der tanzenden Toten in meiner Heimat. Vor vielen, vielen Jahren wurden wir aus unserem Schlummer geweckt, der eigentlich ewig währen sollte. Das Schicksal jedoch hatte andere Pläne für uns. Unser Staatsoberhaupt erklärte diese Nacht zu einem Feiertag, oh und gefeiert wurde meine Lieben. Die komplette Nacht hindurch. Niemand machte ein Auge zu, die wenigsten von uns hatten noch welche." Ein Lachen entflieht dem durchaus amüsierten Walter. "Seit diesem lang vergessenem Jahr ist es Tradition, dass einer unserer Magier ein 'Fest' organisiert. Lasset mir die Ehre euch dies vorzuführen, denn uuuuuh mich kitzelts in den Fingern, auch ohne die nötige Haut. Hier aber noch ein Wort der Vorsicht: alles hier heute Vorgeführte ist nichts für Anfänger und erst recht nicht für Kinder. Ich mache diesen Job nun schon seit Jahren. Höret diese Warnung, denn den Toten kann man schnell die Laune verderben. Ein falscher Zauber führt nicht selten zum Verschwinder jener Personen. Sollten die Erscheinungen wie verlorene Verwandte aussehen, so muss ich sie bitten diese mit Diskretion zu behandeln. Dies hier sind Gespenster und keine Ahnen. Gespenster scheren sich nicht um alte, emotionale Bande. Sie nehmen nur die Gestalt vergangener Leben an. Nun denn, da die Warnungen nun aus dem Weg sind lasst den Spaß beginnen!"
    Aus seinem Mantel zieht Walter einen kleinen Zylinder. Aus diesem wiederum zieht er einen Zauberstab. Keinen Hasen, sehr schade, denn das wäre ein Klassiker. Später eventuell. Das Skelett dreht sich vom Publikum weg. Sein Mantel flattert in Wind. Er setzt zum Zauber an und hebt sein Stäbchen. "Yahahahaha! Höret mich ihr Toten. Diese Nacht soll eine voll Spaß, Freude und Unsinn sein." Ein Nebel beginnt sich von Walters Mantel über den Dorfplatz zu verbreiten. Die Dorfbewohner sehen skeptisch an wie er mit seinen beiden Armen wild in der Luft herumfuchtelt. Die Kinder jedoch platzen bereits vor Spannung. Zurecht, wie sie gleich feststellen werden. Der Nebel beginnt zu leuchten. Langsam steigen durchsichte Menschen aus ihm heraus und versammeln sich auf der Bühne. Ein besonders großer und dicker geht direkt auf den toten Magier zu. "Walter, zu lange ist es her. Ich denke wir sollen das übliche bringen?" Walter hört auf wie wild die Luft zu vermöbeln und wendet sich seinem... unrealen Freund zu. "Oh ja, ja, ja bitte. Heute brauch ich aber den ganz besonderen BOOM-Effeckt, wenn du verstehst." Ein breites Grinsen formt sich auf dem Gesicht des dicken Gespensts. "Ich verstehe." Die Erscheinung gesellt sich zurück zum Rest. Langsam materialisieren sich Instrumente bei den Toten. "Ich bitte um eure Aufmerksamkeit. Zeit für ein Ständchen."


    Das Geisterorchester spielt mit jeglicher Hingabe. Man kann die Noten förmlich sehen, was man auch kann. Dafür sorgt schließlich der Zauber. Walter erkundigte sich im Dorf nach vergessenen, aber beliebten Musikstücken. Seine Suche hatte ihm dieses Stück gegeben. Ironischer Weise sehr passend für so eine Aufführung, da dieses Stück von einem Geist handelt. Die Dorfbewohner wirken wie verzaubert (HAHA!) und die Kinder haben ein freudiges Funkeln in den Augen. Dies hinterlässt hoffentlich einen guten Eindruck bei den besorgten Bürgern des Dorfes. Seine "Aus dem Mantel zieh"-Vorstellungen sind ja nicht alle geglückt. Nach Beendigung des Stückes kommt ein großer Applaus auf. Walter dreht sich zum Publikum um und er sowie das Orchester verbeugen sich. "Yahahahaha! Die Stimmung hier ist ja richtig heiß. Oh je heiß da war doch was." Plötzlich beginnt der Schädel Walters zu brennen. Ein grünes unnatürliches Feuer breitet sich von seinen Augenhöhlen über ihn aus. "HEIßHEIßHEIß!" Und nun rennt das Skelett panisch über die Bühne. Aus dem sichtlich amüsisierten Menschenpulk ist Gelächter zu hören. Auch das Geisterorchester kann sich nicht zurückhalten. Gut, dass Walter für solche Fälle seinen Zylinder dabei hat, denn dieser beinhaltet ein Fach mit Wasser. Er scheint aber heute ein wenig vom Unglück verfolgt zu sein. Aus seinem Doch sehr stylischen Hut kam ein Wasserfall statt ein Wässerchen und nun ist er klitschnass. Es ist dennoch ein geglückter Auftakt. "Meine Damen und Herren, der nette Braumeister hat für Getränke gesorgt. Ich bitte sie darum sich zu bedienen und diese nacht zu genießen. Dies ist ja schließlich eine Feier. Nebenbei Tanzt man nicht jeden Tag mit den Toten." Die Gespenster verbreiten sich über den kompletten Dorfplatz. "Habt Spaß meine Freunde." Walter läuft langsam in Richtung Keine. "Und für die Kinder hab ich auch noch eine nette Überraschung, Miss Keine" Mit einem Schnipser erscheint über der Mitte des Dorfplatzes ein riesiger, fliegender Kürbis, welcher von vielen kleineren umkreist wird. "Mein persönliches, fliegendes Karussel. Ich hoffe es gefällt euch." Die Kinder sind nicht mehr zu halten und beginnen direkt damit in die Kürbissitze einzusteigen und diese Erlebnisfahrt zu genießen. Keine sieht den Toten nur skeptisch an. "Keine Sorge alles abgesichtert. Wer runterfällt schwebt einfach wieder in seinen Sitz." Und nun ist sie verwirrt... "Magie, verstehen sie? Yahahahaha!" Walter schließt sich dem lustigen Treiben an. Er plaziert sich selber auf dem mittleren Kürbis und bringt das Karusell in Schwung. Dies wird eine lange Nacht.

    Der Tag neigt sich bereits dem Ende zu. Walter hatte ihn wohl erfolgreich verpennt. Welch Schande, dabei war doch es doch ein besonderer Tag für Gruselwesen. Naja jedenfalls hatte er heute überhaupt noch den Weg aus seiner kleinen Kiste gefunden. Die Dorfbewohner haben einen gewissen Abstand gehalten. Sie schienen wohl etwas sehr magisches zu erwarten. Es war eigentlich auch etwas für diesen Tag geplant, jedoch sind die anderen Besucher dieses Dorfes auch nicht wirklich zu sehen gewesen über den Tag. Hier muss Walter doch definitv einwerfen, dass es langweilig wäre eine Show zu schmeißen aber niemand da ist, um sie zu bewundern. Eine Schande... aber er würde seine Chance bekommen. Der Zwerg war den Tag über beschäftigt etwas am Hakureischrein zu reparieren. Der Magier hörte, dass ein Oni durch das Dach geplatzt ist und dies nun dringend ersetzt werden müsse. Er hörte zudem auch, dass Bauarbeiten hier seltsamer Weise unheimlich schnell verlaufen. Das bedarf weiterer Nachforschungen. Für Walter wäre es in der Tat sehr praktisch, wenn er in kürzester Zeit eine Bühne bauen könnte. So bräuchte er keine mehr in seinem Umhang verstauen. Das Ding scheint ihm in letzter Zeit sowieso nur Unglück zu bringen. Es kann natürlich auch sein, dass er selbst einfach nur ziemlich ungeschickt ist, aber er schiebt es erst mal auf den Mantel. Chunglin scheint eine größere Menge Bier vorzubereiten. Der Pandare sagte, dass der Untergrund dies angefragt hätte und guter Braumeister, der er ja schließlich ist, machte er dies zu seiner höchsten Priorität an diesem Tag. Vorhin ist Walter an zwei jüngeren Leuten vorbeigekommen. Das Mädchen saß im Rollstuhl. Beide haben etwas magisches an sich. Ein Besuch ist von nöten. Diese Nacht würde interessant werden, gerade weil er den Tag verpasst hat. Jedoch muss er sich nun einer wichtigeren Angelegenheit widmen: die Ausschlusswahlen des Tages. Er hatte sich auch bereits Gedanken gemacht für wen er seine Stimme da lassen würde. Die Auswahl ist ja auch nicht groß und warum sollte er sich selber rauswählen? Die Kinder hier sind so leicht zu begeistern es wäre doch wirklich schade, wenn er sie einfach direkt wieder verlassen würde. Ah die Wahlurne. Walter lässt langsam einen Zettel hineinfallen.
    Walter gibt seine Stimme für Cetyr.

    Es besteht kein Grund Night Owl rauszuwählen. Er hatte sich anscheinend schon mal hier sehen lassen und es ging nicht gut für ihn aus. Warum sollte er also nochmal den selben Fehler begehen? Zudem hat er auch noch seine Waffe aufgegeben, um seine guten Absichten zu unterstreichen. Die beiden übrigen Personen hatte Walter noch nicht gesehen, weshalb es ihm auch schwer fällt für eine der beiden Personen eine Stimme abzugeben. Nun es ist Zeit den Kindern einige Sachen vorzuführen. Das Skelett entschied sich dafür heute etwas mit ein wenig Feuer zu zeigen. Ein heißer Typ hat schließlich heiße Moves. Zu schade, dass Walter nicht mehr grinsen kann.

    Ach herrje herrje... Walter hat es nach einigen Stunden geschafft den Strauß wieder einzufangen und zurück in den Mantel zu stopfen. Er musste sich wohl in der Innentasche geirrt haben. Welch ein Chaos da drin aber auch immer herrscht... Das Skelett hat sich noch sehr ausgiebig bei Night Owl entschuldigt und ihm, dieses mal aber wirklich, die Blumen gegeben. Die Kinder hat er glücklicher Weise mittlerweile auch vertrösten können. Seine Kartensets schweben zwar immer noch hinter ihm her, aber darum würde er sich später kümmern. Als Toter brauch man ja nicht wirklich den Schlaf. Sumi ist auch immer noch im Dörfchen unterwegs. Sie scheint immer noch Ausschau nach den anderen Außenweltlern zu halten. Komisch... eigentlich müsste man meinen, dass sich die Leute mittlerweile doch hierher verlaufen hätten. Das Dorf ist nun wirklich nicht zu übersehen, selbst für Walter, der keine Augen hatte. Schön, dass seine Laune nicht zu trüben ist. Night Owl sitzt am Stand des freundlichen Bären und gönnt sich ein zwei Getränke, die Walter ihm als Wiedergutmachung zahlte. Der Braumeister scheint sein Handwerk zu verstehen. Zu gern würde der Untote das Bier kosten, nur hat er das Problem, dass solche Sachen direkt durch ihn hindurch gehen und er würde nun wirklich keine Sauerei veranstalten wollen. Eine Frage verbleibt aber noch zu lösen: wo den Rest der Nacht verbringen? Hierfür gäbe es mehrere Möglichkeiten, doch Walter bevorzugt es kreativ zu sein. Außerdem was ist kreativer als ein wenig Magie? Nicht viel würde er meinen, auch wenn die Leute hier Magie gewohnt zu sein scheinen. Sie stören sich auch nicht wirklich an seinem Aussehen. Ein großer Vorteil, wenn er die nächsten Nächte hier verbringen müsste. Der Dorfplatz erscheint ein wenig geisterhaft, wenn so wenig Leute unterwegs sind. Doch der Nebel fehlt, um dem Ambiente dem letzten Schliff zu geben. "Das wäre eine grandiose Bühne... Mal sehen was sich morgen so machen lässt. Ich sollte das vorher mit Night Owl absprechen. Man möchte ja niemand verärgern und Chaos hab ich ja schon ordentlich angerichtet." Ein kleines Lachen entflieht dem Skelett. Aber nun erst mal zu seiner Bleibe. Die Mitte des Dorfplatzes dürfte genau richtig sein. "Wo habe ich denn...?" Walter nimmt sich den Umhang von seinen Schultern und beginnt damit diesen auszuschütteln. Ein Haufen Kram purzelt aus dem Kleidungsstück heraus. Manchmal ist er selbst sehr verwundert, was sich über die Jahre ansammelt. "Aaaaaah... da haben wir es ja." Eine kleine, bunte Dose ist zu Boden gefallen. "Wie wunderbar. Ich habe sie noch." Walter sammelt den Rest der herausgefallenen Sachen wieder auf und sortiert ihn fein säuberlich in seine Innentaschen ein. "So jetzt noch ein wenig hiervon und tada!" Walter löst sich in Luft auf und der Behälter fällt auf den Dorfplatz. Ein Schild schießt daneben aus dem Boden. "Für Walter bitte schütteln.", ist die Aufschrift des Schildes.

    "Hach welch ein schöner Tag für einen Ritt durch das Dörfchen." Walter und einige Kinder, mit denen er spielt, reiten auf einem Elefanten durch das Dorf. Diese Keine hatte ihm so viel zu erzählen. Der Magier hat aber leider nur die Hälfte mitbekommen. Irgendwas von Leuten und Dorfübernahme und Dorfoberhaupt und blablablabla. Die Dame hörte gar nicht mehr auf zu reden. Schließlich sagte sie ihm noch, dass er sich unbedingt eine Bleibe suchen sollte. Sollte ja eigentlich nicht so schwer sein. Als Toter sind die eigenen Ansprüche auch nicht mehr wirklich so hoch. Die Leute hier scheinen auf jeden Fall alle freundlich und die Kinder haben Spaß an seinen Vorführungen. Was würde er mehr wollen.
    Was tust du dort mit meinen Kindern? Ich sagte dir doch, dass du dich unauffälig verhalten sollst. Hast du mir überhaupt zugehört? Und wo kommt dieses Tier her?Die Dame von eben wedelt mit ihren Armen hin und her, um auf sich aufmerksam zu machen. "Ach hallöchen. Ich dachte mir ich würde die Kleinen auf ein Abenteuerritt mitnehmen." So gleich springt er von dem Elefanten und fängt an die Kinder von dem Tier herunter zu holen. "Wenn Sie dies jedoch stört, dann entertaine ich die Kinder eben anders." Neben Keine stehen zwei andere Leute. Ein seltsam gekleideter Mann und eine junge Frau. "Oh hallo der Herr. Walter mein Name. Sie scheinen auch nicht von hier. Eine schon komische Kluft tragen sie." Das Skelett zieht eine kleine Tüte aus seinem Mantel hervor.
    Guten Tag. Ich bin Night Owl. Tatsächlich bin ich auch nicht von hier. Ich nehme an du bist einer der Neuankömmlinge.
    "Das bin ich wohl. Netter Ort hier so viel Sonne. Da wo ich herkomme gibt es eigentlich nur Nebel, Tod und schlecht gelaunte Menschen. Hier dies ist für dich. Ein wirklich großartiges Gebäck. Du scheinst mir hungrig zu sein." Night Owl nimmt die Tüte langsam entgegen.
    Ähm, danke. Mich würde aber eher interessieren, wie du einen Elefanter hier her bekommen hast. Diese Tiere sind hier üblicher Weise nicht gesehen.
    "Ach dies gar kein Problem für mich. Ich hab den freundlichen Kerl einfach aus meinem Mantel gezogen. Die kleinen wollten zwar einen Hasen, aber ich hab mich wohl vergriffen. Naja ihnen gefiel das Ergebnis aber dennoch, also beschwer ich mich nicht."
    Interessant... aus deinem Mantel also? Würdest du mir verraten, wie du ihn aus deinem Mantel gezogen hast?
    Hätte Walter noch Lippen so würden sich diese nun zu einem Grinsen formen. "Magie, freundlicher Herr Magie. Ein Magier verrät seine Tricks doch nicht. Apropos Trick... Zeit einen Weiteren vorzuführen." Walter zieht seinen Umhang vor sich und verschwindet. "Haha ich liebe diesen Trick. Man sieht sich." Ein Name erscheint noch auf dem Deckel für die Wahlen. Nicht unbedingt seine Beste Unterschrift, aber sie reicht.


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    Human Village, gegen Mittag


    Grimgar hatte für heute sein Arbeit beendet und sitzt nun bei Chunglin, um sich ein zwei... mehrere Bierchen zu gönnen. Sein Leben hier in Gensokyo ist sehr angenehm. Stets gibt es etwas zu tun und als Zwerg findet man hier schnell Arbeit. Es ist unglaublich wie viel Zerstörung hier in der Gegend angerichtet wird. Grimgar ist immer wieder mit Aufbau- und Abbauarbeiten beschäftigt. Er hat wohl noch nie so viel Zeit an der Oberfläche verbracht und die schönen Farben der Bäume hier sind wahrlich spektakulär. Die Tage erst war er mit einer Maid unterwegs. Der Zwerg sollte sich um "ein paar Löcher" in der Bibliothek kümmern. Es waren aber nicht nur ein paar Löcher. Teilweise fehlten ganze Wände, was von Außen gar nicht auffiel. Diese Villa ist Grimgar sehr suspekt. Er würde wohl mal die Leute im Dorf fragen darüber ausfragen müssen. Die Bezahlen war jedenfalls sehr gut. Mit der Torwächeterin hatte er ebenfalls seine Freude. Sie schlief als er mit der Maid ankam. Zwar kann er sich nicht entsinnen, wie die Dame es geschafft hatte, aber sie hat die Wächterin ordentlich zugerichtet. Bei der Arbeit schlafen... sowas gäbe es in seiner Mine nicht. Dort ist es einfach zu gefährlich als, dass man dort schlafen kann.
    Den gestrigen Tag verbrachte er im Untergrund. Die Verwalter einer alten Hölle schienen Probleme mit "Verstopfungen" zu haben. Es war aber definitiv nicht eine normale Verstopfung. Der Eingang zur Hölle war komplett verschüttet. Die Dame des Hauses meinte, dass die Oni hier feierten und wie Onis halt so sind eskalierte es leicht. Ja leichte Eskalation... noch nicht mal sein ganzer Minentrupp könnte in so kurzer Zeit so eine Vernichtung verrichten. Da er so etwas nie in einer gebräuchlichen Zeit alleine aufräumen hätte können, musste er sich Hilfe besorgen. Die Dame des Hauses schlug vor bei den Onis zu fragen bevor er etwas sagen hat können. Entweder las sie seine Gedanken oder er hatte ein dümmliches Gesicht gemacht. Naja ihm sei das egal. Ersparte ihm das Reden. Er machte sich direkt auf, um einige Onis abzusammeln und dann mit den Arbeiten zu beginnen. Er fand tatsächlich auch recht schnell jemanden. Grimgar kam schnell in ein Gespräch mit dem Mädel und... nun ja. Alles ging so schnell und keine zwei Minuten später war er mit ihr am Wetttrinken. Der Minenarbeiter hatte seit der letzten Party in Bruns Bierhäuschen nicht eine Frau gesehen die so viel bechern konnte und erst recht dachte er nicht, dass er auch noch verlieren würde. Ein jeder Zwerg und Bier ist eine wahrlich tiefgehende Beziehung aber wie bei allem Guten gibt es auch hierbei ein Limit. Dieses erreichte er an diesem Tag. Die Onidame war von dem Ergebnis nicht überrascht aber welch eine gute Laune sie doch hatte. "Schon lang nicht mehr so'n guten Trinkpartner gehabt." Yuugi, wie die Dame hieß, half Grimgar dann noch bei seiner Arbeit. Sie entschuldigte sich zudem auch noch bei der Gedankenleserin, von der der Zwerg nun wusste, dass sie Satori heißt, für die Unannehmlichkeiten.
    Heute ist ein Untoter in Human Village aufgetaucht. Chunglin und Grimgar bemerkten auch schon, dass Sumi wieder unterwegs ist. Beide wissen genau was los ist. Grimgar ist gespannt, wie diese Runde laufen wird. Er sollte später auch bei den Zwillingen vorbeischauen. Er hatte ihnen versprochen einen kleinen Golem für sie zu fertigen als Unterstützung. Jetzt genießt er aber erst mal sein Bier und Chunglins Erzählungen von seinen Reisen.

    "Oh weh, oh weh, oh weh. Wo bin ich denn hier gelandet? Ich war doch eben noch die Hecke schneiden und plop lande ich hier. Ich hab schon lang nicht mehr so viel Sonne gesehen. Herrje, herrje. Mein Kompass ist auch in Rauch aufgegangen... Eventuell gibt es ja jemand in der Nähe, der sich damit auskennt. Aber es ist noch alles da, wo es hingehört. Als Skelett verliert man sich so schnell. Hier fehlt mal ein Knochen und dann hat man ein Problem. Die Heckenschere ist auch noch da. Sie bringt mir zwar nichts aber gut." Walter läuft hecktisch und verwirrt durch Human Village. Auch wenn sich der tote Herr mit Magie auskennt, so sind ihm Teleportationen doch fremd... zumindest die Art, welche ihn selbst durch die Gegend bringt. Die Bewohner sind auch schon längst auf ihn aufmerksam geworden. Ein leiser Kerl war er nunmal noch nie und leise für sich Denken ist auch keine seiner Stärken. Einige der Kinder bewegten sich langsam auf den armen Irren zu. Dieser bemerkt sie direkt. "Oh hallo! Hallo, hallo. Kommt ruhig näher ich bin nicht giftig. Wie kann der freundliche Walter euch kleinen Wesen helfen?" Walter lehnt sich nach vorne, um auf die Höhe der Kinder zu kommen. "Du siehst voll komisch aus. Du hast ja gar keine Nase." Ein kleines Mädchen began damit sein Gesicht taktisch abzutatschen. "Das ist wohl war kleine Dame. Skelette haben keine Nasen. Wozu auch, Gerüche sind völlig überbewertet. Auch wenn Nasen für manche Tricks ganz nett sind. Oh da fällt mir ein, soll ich euch etwas lustiges zeigen?" Die umstehenden Dorfbewohner der älteren Generation kamen nun auch langsam auf das Skelett zu. Nicht aus Interesse, nein. Sie wollen wahrscheinlich nur ihre Kleinen beschützen. Aber Walter soll das nicht stören. Ein Publikum ist ein Publikum und schließlich unlebt er für das Bussines. Die Kinder scheinen hingegen in voller Spannung auf etwas Lustiges zu warten. "Ok junges Mädchen, dir ist ja schon aufgefallen, dass ich keine Nase habe." Eine dünne und kleine Stange fuhr langsam aus dem Loch seines Schädels. "Na los nicht so schüchtern. Ziehs heraus." Das Mädchen greift sich die Stange und beginnt damit sie aus dem Schädel zu ziehen. Oh was ist das? An der Stange hängt ein Tuch. "So ist es gut immer weiter. Sie könnte Hilfe gebrauchen geht ihr zur Hand." Die anderen Kinder greifen sich den Stoff und auch sie ziehen daran. Aus seiner "Nase" kommt eine graue unförmige Masse. Sie breitet sich immer weiter aus und... huch... es ist ein Geschenkt. "Haha! Ein Präsent für diese belebte Stadt. Ich muss ja dafür sorgen, dass sie nicht so tot wird wie ich." Hätte Walter noch Augenbrauen würde diese nun passend wackeln. Ein wahrlich tragischer Verlust für ihn. "Lasst es mich euch öffnen." Walter setzt sich auf den Boden und öffnet die Schleife. Das Geschenk hatte mittlerweile viele bunte Farben angenommen. Grau ist leichter zu verstauen. Langsam öffnet sich der Deckel und wusch! "Uhh ein Feuerwerk. Ich liebe einen guten Auftritt." Eine Unmenge leuchtender Knallkörper fliegen aus der Kiste in den Himmel und explodieren dort in den verschiedensten Formen. Die Kinder sind begeistert und erfreuen sich dem Anblick dieses Spektakels. Auch die Erwachsenen staunen nicht schlecht. Eine Dame mit silbernen Haar geht langsam auf den quicklebendigen Toten zu. "Hallo, hallo. Der Walter, das bin ich und ich erfreue mich sie zu sehen. Darf man den Namen einer solcher Schönheit erfahren." Die Frau gibt einen langen Seufzer von sich. "Warum muss ich mich eigentlich immer mit den Verrückten abgeben. Hallo Walter. Ich bin Keine und Lehrerin dieser Kinder. Wie ich sehe haben sie heute den Unterricht übernommen." Walter rückt seine Krawatte zurecht. "Den Unterricht übernehmen? Nein nein nein. Das verstehen sie ganz falsch. Ich gebe keine Lehren, aber dafür Freuden." Unter seinem Mantel zieht das Skelett eine Rose hervor. "Darf man erfahren wo mich das Schicksal hingeführt hat." Keine nimmt die Blume, auch wenn etwas widerwillig, entgegen und bittet den Magier ihr zu folgen. Sie hat einiges zu erklären, denn sie weiß leider genau, warum Walter hier ist.