Human Village und die Bewohner der Außenwelt - Tag 1

  • Der Morgen in Gensokyo brach an, gestern hatte das Dorf ein neues Oberhaupt bekommen, das die Bewohner von Human Village durch gute sowie durch schlechte Zeiten führen sollte. Unglücklicherweise schien es letzteres zu sein, denn Gerüchten zufolge sollten sich die schlimmsten Befürchtungen des Dorfes bewahrheiten. Einige eurer Mitstreiter, die im Dorf angekommen sind, wollen dieses Dorf aus für ecuh unbekannten Gründen für sich - und würden alles tun, um die Herrschaft über Human Village zu erlangen. Dies musste unter Anderem auch ein rothaariges Mädchen namens Silvia erfahren, deren Leichnam sich in ihrer Wohnung befand. Aufgrund dessen, dass ihr dummerweise nicht wisst, wem von die Aura des Bösen innewohnt, beschließt ihr, jeden Tag Yukari zu bitten, jemand aus diesem wunderbaren Land zu verbannen und zwingen, in die Menschenwelt zurückzukehren. Ihr werdet jeden Tag abstimmen, wer von euch aus Gensokyo verbannt wird, wobei die Stimme eures Dorfoberhaupts Sanjo bei einem Gleichstand entscheidet.


    Der Tag geht bis Dienstag, den 21.05.2014. Bitte hebt euren Verbannungskandidaten fett und rot hervor.
    Wenn ihr jetzt noch irgendwas in den Tag 0 schreiben wollt, könnt ihr das gerne bis zum Ende dieses Tages (Echtzeit xD) machen, ich musste den Thread nur jetzt erstellen, weil ich sonst heute nicht mehr dazu komme.

  • Ein lautes hämmern war zu hören.
    Kazu, dessen energie sich wieder etwas aufgeladen hatte, taumelte aus dem zimmer, die treppe hinunter und durch den eingangsbereich zur tür.
    Mit schlaftrunkenen augen öffnete er und sah eine gruppe dorfbewohner.
    Diese fragten hektisch nach keine. Der ningyō schleppte sich wieder ins obergeschoss und in sein zimmer, wo er die hakutaku immernoch schlafend auffand. Er rüttelte sie wach und wies auf die dorfbewohner hin, die immernoch die tür des hauses belagerten.
    Kazu's interesse galt nun der taschenuhr auf dem tisch.
    Sie war nicht groß und hatte eine interessante gravur auf der vorderseite. Aus damaligen gesprächen mit kourin, dem besitzer des kourindou, wusste er, dass es sich um ein sogenanntes "atomwarnzeichen" handelte. In dem kreis in der mitte war ein auge eigraviert und einige zeichen umringten das ganze.
    "Äußerst saubere arbeit..." Murmelte kazu, als Keine wieder ins zimmer lugte.
    "Ich muss weg, wir haben eine leiche" sprach sie aufgeregt "wird wohl länger dauern, kommst du klar?"
    "Wird schon schief gehen", antwortete die Marionette und Keine verschwand wieder.
    Kazu nahm sich für den tag vor, sanjo einen besuch abzustatten und zu fragen ob er wohl etwas reperaturarbeit leisten könne, außerdem wollte er mit der uhr zum kourindou um das teil mal professionell untersuchen zu lassen.

  • Sonnenstrahlen erwärmen Sanjos Gesicht. Langsam beginnt seine Meditation abzuklingen. "Ah die Schlafmütze wacht auf." Diese Stimme kann Sanjo direkt einordnen. Sie gehört Yukari. Leider hört Sanjo diese Stimme nicht gerne, da Yukari grundsätzlich Probleme mit sich bringt. "Wenn ich nur ansatzweise so viel schlafen würde wie du, dann müsste ich meinen Job an den Nagel hängen." Wie immer grinst Sanjo nur freundlich nachdem er eines seiner für ihn typischen Kommentaren gebracht hat. Langsam öffnet er die Augen und sieht sein Schlafzimmer sowie Yukari, die in der Mitte schwebt. "Was verschafft mir die Ehre?" Langsam entränkt sich Sanjo aus seiner Meditationsposition. Einige Gelenke knacken dabei. "Wie ich sehe hast du dich hier schon wunderbar eingelebt. Einen Teil deiner Menschlichkeit für ein Dorf zu opfern aus dem du noch nicht mal stammst." Ein Grinsen ziert Yukaris Gesicht. Ihre Gesichtsausdrücke sind für Sanjo sehr verwirrend, da er darin nie sehen kann, was sie denn nun wirklich meint. Sie ist im Großen und Ganzen allgemein ein Wesen, das sich Sanjos Verständnis entzieht. "Trotzdem lebe ich hier und ich habe auch nicht so bald vor das Dorf wieder zu verlassen." "Ja das hast du in der Tat nicht... Was deine Familie wohl dazu sagen würde?" "Glaub mir, das interessiert dich genauso sehr wie mich auch." Irgendwo finden die beiden immer eine Basis zum reden. Ob sie auch beide vom selben Thema reden ist meist eine andere Frage. "Also Yukari ich hab heute einiges zu tun und ich hab auch nicht vor diese Arbeit liegen zu lassen. Komm zum Punkt." Sanjos typisches Lächeln verschwand. Er wusste, dass gleich wieder irgendwas kommen würde worüber er sich nicht freut. "Oh da ist aber einer schlecht gelaunt. Ach mach doch nicht so ein Gesicht ich will dich doch nur ärgern.", was sie auch erfolgreich tut, "Dir ist sicherlich schon aufgefallen, dass momentan im Dorf nicht alles so rund läuft wie es soll. Einge der "Neuen" sind drauf aus das Dorf zu übernehmen und sie haben auch keine Skrupel dafür alle abzuschlachten." "Oh... und was können wir dagegen unternehmen?" "Da ich weiß, dass das Dorf auf sich gestellt nicht die Möglichkeiten hat die Täter zu entlarven biete ich euch meine Hilfe an: Am Ende jeden Tages werde ich eine Person für euch aus Gensokyo verbannen. Diese Personen werden per Wahlverfahren ausgewählt. Sollten es gleich viele Stimmen bei zwei Individuen sein, dann vertraue ich auf dich als Dorfoberhaupt und es wird der verbannt, dem du deine Stimme gibst. Soweit alles klar?" "Ja ich denke schon." "Achja und noch etwas: Alle Dorfbewohner sollten es meiden in der Nacht unterwegs zu sein. Das wird noch gefährlicher als so schon." "Ist ok. Ich werde das weitergeben. Bevor du jetzt verschwindest, könntest du mir Nitori vorbeischicken? Ich bräuchte sie für einige Projekte." "Ja natürlich. Sonst noch irgendwas nen Kaffee oder so?" "Nein nein alles gut." Sanjos Lächeln ist wieder in seinem Gesicht. Yukari entschwindet in eines ihrer Portale. "Oh weh, oh weh, das kann ja was werden hier..."

  • Lemüh wachte auf. Es war ein sonniger Morgen, er roch schon in seinem Zimmer die Blumen von draußen.
    "Haaaach, was für ein toller Tag! Mhm.. Steht für heute was an? Ah Stimmt, die Blumen die ich an Hakurei-san geben muss. Sie wollte rote und weiße, dazu ein braunes Holzstück? Geht klar!"
    Lemüh zog sich an, aß sein Frühstück, was aus ein wenig Rührei und einer Schüssel Reis bestand. Draußen sah er sich seine Blumenfelder an.
    "Rote und weiße... Da passen Kamillen am besten! Zum Glück konnte ich welche von den Roten züchten!" dachte er sich.
    "Ah... Da pflückt und pflegt er ja seine Blumen."
    Yuuka kam vorbei und begrüßte Lemüh. Sie hat einen Brief in der Hand, den sie von jemanden aus dem Dorf bekommen hat.
    "Hier, da steht was von *Wahlen* oder ähnlichem drin. Vielleicht solltest du dir das mal angucken."
    Yuuka überreichte ihm den Brief.
    "Hmm... Da steht tatsächlich was über Wahlen drin."
    Lemüh lieste den Brief vor.


    "An Alle meinen lieben Dorfbewohnern!
    Da Zurzeit einiges an Chaos im Dorf herrscht und unteranderem schon Menschenleben drunter leiden mussten, halten wir jeden Abend eine Wahl ab.
    Bei dieser Wahl wird jeweils eine Person gewählt, welche aus Gensokyo verbannt wird. Dies ist die einzige Maßnahme die wir zurzeit ergreifen können.
    Daher bitte ich um Jedermanns Mithilfe: Sammelt Spuren, Tatsachen und Neuigkeiten auf, die von Bedeutung sein können. So könnt ihr selber entscheiden, wer rausgewählt wird.
    Es tut mir im vorraus schon Leid, falls ein zukünftig Unschuldiger verbannt wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    ~Euer Dorfoberhaupt~


    "Oh.. Ich hoffe mal für dich, dass du nicht rausgewählt wirst. Wir sind doch gerade erst Freunde geworden." sagte Yuuka in traurigem Ton.
    "Achwas, keine Sorge. Stimmen wir einfach nicht für mich dann wird sowas auch nicht passieren!" munterte Lemüh Yuuka auf.
    Beide grinsten sich nach einiger Zeit fröhlich an. Lemüh erklärte Yuuka, wie er seine Blumen angebaut, gezüchtet und bewässert hat.
    "Interessant... Hast du demnächst mal vor, Sonnenblumen für mich zu züchten? Eine Blutrote Farbe würde sicher gut aussehen." fragte Yuuka.
    "Ich wollte es in Erwägung ziehen, Sonnenblumen anzupflanzen. Die Farbe klingt auch ziemlich interessant. Wär echt schön mal rote Sonnenblumen zu sehen."
    "Hihi, ja das wäre es. Nunja, ich werde mal ins Dorf gehen. Vielleicht sieht man sich später nochmal!"
    Yuuka verabschiedete sich. Lemüh besteckte jetzt die Blumen, die Reimu bestellte.
    "Okay, noch ein wenig Grün, ein bisschen hiervon und davon... Voilá!"
    Lemüh begab sich auf dem Weg zum Hakurei Schrein. Überall zwischen den Bäumen pfeiften die Vögel.
    "Wunderbar dieser Tag, besser geht es nicht!"
    Als er die Treppen des Schreines hochging, bemerkte er eine Präsenz. Aber Nirgendwo eine Spur eines Menschen oder Youkai. Unbedacht ging er weiter.
    Draußen saß Reimu schon auf der Schrein Veranda und plauderte ein wenig mit Marisa.
    "Yo! Lemüh-kun!" sagte Marisa.
    "Guten Morgen, Marisa, Guten Morgen Hakurei-san." sagte Lemüh.
    "Ah, Guten Morgen Lemüh-san." Reimu schlürfte ihren Tee.
    "Was gibt's?"
    "Ich habe ihre Bestellung fertig. Die Schreindeko. Ich kann sie sofort platzieren." sagte er.
    "Ah sehr gut, hab schon sehnsüchtig drauf gewartet, warte einen Moment."
    Reimu holte etwas. Wahrscheinlich die übliche Bezahlung.
    "Hier, der beste Kamillen-Tee, den ich hier habe. Bitte, nimm ihn." Reimu überreichte den Kasten voller Teeblätter.
    "Vielen Dank, Hakurei-san! Ihr Tee schmeckt immer außerordentlich gut."
    "Ach keine Ursache. Dafür dass du so gute Arbeit leistest" Reimu lächelte Lemüh an.
    "Yo! Lemüh? Ich soll dir das von meinem Vater geben. Hat gedacht du könntest es gebrauchen." Marisa übergab Lemüh eine Kiste.
    "Oh danke...eh.. Was ist das?" fragte Lemüh.
    "Ah ich erklärs dir, ze. Da ist eine Überraschung aus dem Hause Kirisame drin. Mein Vater meinte wohl, dass ein verspätetes Geburtstagsgeschenk nicht Schaden kann. Ich hab außerdem auch ein Kleinigkeit beigelegt, von daher: Happy Birthday! ~ Nachträglich, da ze." sagte Marisa.
    "Oh, Lemüh-kun, Alles Gute Nachträglich!" beglückwünschte Reimu ihn.
    "Danke Danke.. Wär doch nicht nötig gewesen!" Lemüh lachte.
    Die 3 unterhielten sich noch ein Weilchen.

  • "Spieglein, Spieglein an der Wand, was mach ich jetzt mit deiner Hand?"
    Flandre hatte ihrem Doppelgänger bereits überwältigt.
    Sie musste den Tag in einer Hütte mit nur 3 Zimmern verbringen, welche sich in der Nähe des Menschendorfes befand.
    Der Böse Geist hatte tatsächlich den Mumm, vor ihr aufzutauchen.


    Als sie ihn das erste Mal bemerkte, tat sie so, als würde sie von nichts wissen.
    Wie ein ganz normales Mädchen verbrachte sie einige Stunden damit, sich vor dem Wandschrankspiegel zurecht zu machen.
    Dabei führte sie Selbstgespräche, lobte immer wieder ihre eigene Figur und wie niedlich sie doch sei.
    Sie begann, Geschichten aus ihrem Alltag zu erzählen. Endlich hatte sie jemanden, der zuhören konnte.
    Dass der Geist ihr nach einiger Zeit versuchte Streiche zu spielen, ignorierte sie komplett, abgesehen von ein paar Kommenteran, welche sie wie ein Dümmerchen aussehen ließen.
    "Huch? Aber so habe ich mich doch gar nicht bewegt! Einen Moment bitte, Ich auf der anderen Seite!"
    Der kleine Teufel passte seine Körperhaltung seiner Reflektion an und lächelte wie jemand, der gerade einen großen Sieg im Namen der Gerechtigkeit errungen hatte.
    "Jetzt du!"
    Flan schnitt eine Grimasse und wartete darauf, dass ihr verblüffter Doppelgänger es ihr gleich tat.
    "WoW! Du bist echt gut!"
    Der Böse Geist wirkte verärgert. Sein Gesicht verwandelte sich von einer Sekunde auf die Nächste in ein Alptraumwesen, dessen Fleisch bereits halb verwest war.
    Maden tummelten sich auf der Hautoberfläche. Schwarzes Blut floss aus seinen Augen und Flandre musste festellen,
    dass ihr Gegenüber mit einem Maul voller spitzer Fangzähne ausgestattet war.
    Die Horrorgestallt brüllte dem Vampirmädchen seinen bedrohlichsten Hass entgegen und brachte damit alle Einrichtungsgegenstände im Raum zum Wackeln.
    Flandre war einen Moment lang wirklich überrascht, fasste sich aber wieder und antwortete künstlich eingeschüchtert:
    "Tut mir leid... Fräulein Spiegelbild... sowas kann ich nicht..."
    Flandre rammte mehrmals unschuldig ihre Zeigefinger vor ihrer Brust gegeneinander. Sie grübelte über eine passende Gegenantwort.
    "Das ist es!"
    Flandre nahm ein wenig Abstand und rief laut den Namen ihrer Waffe.
    "Lävatein!"
    Der Doppelgänger war tatsächlich in der Lage das selbe zu tun, was das Vampirmädchen ziemlich verärgerte.
    Sie verschränkte die arme vor der Brust und fing an ihr Spiegelbild schimpfend zu provozieren.
    "Ich wette, deine Waffe kann nicht das Selbe wie meine!"
    "Nein, das kann sie nicht..."
    Flandre hatte entschieden, die Rolle ihres Spiegelbildes selbst zu spielen und sprach seinen Teil des Dialogs mit ihrem eigenen Mund.
    "Ich bin nur ein Doppelgänger. Meine magische Kraft ist sehr begrenzt..."
    "Das macht doch nichts! Du darfst trotzdem die Anderen kennenlernen!"
    Flande machte ihr Kleid zurecht und packte anschließend eine Zauberkarte aus.


    "Taboo - Four of a Kind!"


    Es standen nun vier Vampirmädchen im Raum, welche alle in Richtung Spiegel starrten.
    Sie fingen an, durcheinander und gleichzeitig zu reden.
    "Uwahhh! Ich kann mein eigenes Spiegelbild sehen!"
    "Ist das eine Neue für unser Team?"
    "Ein Newcomer! YaaaaaY!
    "Los! Lasst uns spielen!"
    "Das geht nicht, wir sind gerade nicht zu Hause! Außerdem ist es Tag draußen!"
    "Tag? WoW, kein Wunder, dass ich so hyper bin!"
    "Das Ritual! Wir müssen das Ritual durchführen!"
    "Das Aufnahme Ritual!?"
    "Das Aufnahme Ritual!"
    Flandre reichte ihrem Spiegelbild die Hand. Hinter ihr, begannen ihre Doppelgänger damit, sich auszuziehen und gegenseitig von ihrem Blut zu trinken.
    "Komm, wir müssen noch unsere Körperflüssigkeiten austauschen. Erst dann, kannst du der fünfte Vampir in unserer Truppe werden..."


    Der Geist im Spiegel zögerte einen Moment, konnte aber beim Anblick dessen, was hinter der Original Flan vor sich ging nicht widerstehen.
    Mit hastigen Handbewegungen öffnete er das Tor zu seiner Dimension.
    Flandre packte ihn sofort am Handgelenk und zerrte ihn ruckartig in ihre Welt.


    "Vampire haben kein Spiegelbild! Du Vollidiot!"
    Die nackten Flans verpufften so plötzlich, wie sie erschienen waren. Der Doppelgänger war zu Boden gegangen und lag nun vor Flandre auf dem Bauch.
    Sein Arm wurde in einem Winkel, der unmöglich schien, nach hinten gezwungen. Das Vampirmädchen presste ihren Fuß zwischen seine Schulterblätter und begann,
    dem Schattenmenschen den Arm auszukugeln.
    Der Gefangene heulte jämmerlich. Sein Schrei wurde noch süßer, nachdem Flandre ihm den Arm mit einem letzten Ruck ausgerissen hatte.
    Die texturlose Gestallt wand sich vor Schmerzen am Boden und krümmte sich schließlich zusammen.
    Der Schattenmensch konnte seine Tarnung nicht länger aufrecht halten und verwandelte sich zurück in einen Sinsack.
    Flan warf den ausgerissenen Arm achtlos zu seite und setzte ihr Verhör fort.


    Es würde noch eine ganze Weile dauern, bis Sakuya von ihrerm Investiagionstrip zurück kehrte...

  • BGM: Hellena Prison


    Cirno kauerte gedankenversunken in ihrer Zelle.
    Sie saß auf einem Bett aus Stroh und schaute dabei zu, wie Wasser von der Decke tropfte.
    Das leise Platschern, immer wenn der Wassertropfen in der braunen Pfütze am Boden verschwand, war das einzige Geräusch, was sie noch wahrnehmen wollte.
    Die Eisfee hatte sich ein schmutziges Tuch übergezogen, welches wohl ihre Bettdecke darstellen sollte. Den Rest ihrer Kleidung hatte man ihr abgenommen und versteigert.


    Rumia einzufangen war ein Leichtes für sie. Der Finsterniss Youkai war das einzige Mitglied von Team 9, welches in den letzten Jahren nicht gealtert war.
    Ihre Kräfte blieben versiegelt und sie war noch immer im Körper eines Kindes im Grundschulalter gefangen.
    Im Gegensatz zu Cirno, Daiyousei, Mystia und Wriggle, welche nun zu Teenagern herangewachsen waren, blieb Rumia für immer ein kleines, fröhliches Mädchen.
    Die anderen vier hatten sich bereits daran gewöhnt einen Unruhestifter, mit dem Verstand einer Minderjährigen, in ihrem Kreis zu haben.
    Cirno war gerade dabei gewesen Rumia eine Moral Predigt zu halten, nachdem diese ihr und Daiyousei einen bösen Streich gespielt hatte.
    Rumias kindisches Spiel war aber Nichts, im Vergleich zu dem, was danach geschah.


    Zwei Werwölfe waren aus dem Nichts aufgetaucht, um sie gefangen zu nehmen.
    Der eine beherrschte Eiszauber, welche stark genug waren, Cirno zu besiegen. Der Andere hatte die Fähigkeit, sich durch die Gegend zu teleportieren.
    Rumia war keine besonders große Hilfe in diesem Kampf und nachdem die Eisfee von den Entführern niedergeschlagen wurde,
    waren Beide in die alte Hölle verschleppt worden.
    Die Werwölfe zeigten kein großes Intresse an ihnen und hatten noch weitere Feen in gewahrsam genommen.
    In der Oni Stadt wurden dann alle an Ziegenmänner in schwarzen Kutten übergeben und zum dunklen Palast gebracht.


    Cirno musste sich einfach nur ausziehen und für einen perversen Tengu posieren.
    Auf Rumia dagegen wartete ein weitaus schwereres Los.
    Sie wurde schon bei der Begrüßung verprügelt und vor laufender Kamera von diversen Unterweltlern vergewaltigt.
    Cirno konnte nur tatenlos dabei zusehen, wie das Undenkbare geschah.
    Der Frostwolf hatte ihr die Kräfte geraubt. Cirno war nun nicht mehr in der Lage, ihre Fähigkeiten einzusetzen.
    Der Verzweifelte Versuch der Eisfee einzugreifen wurde mit brutalen Speerschaft Hieben in ihren Bauch bestraft, bis sie schließlich zu Boden ging.
    Dieses Ereigniss war nun ganze drei Monate her.


    Die Tür zum Zellentrakt wurde aufgeschlossen, was Cirno zurück in ihre Realität zwang.
    Überall um sie herum war jetzt wieder leises Schluchzen zu hören.
    Sie und die restlichen Feen hatte man alle in Käfige gesperrt.
    Normalerweise wurde man hier nur alle paar Tage abgeholt - Für Folterspiele sowie diverse andere Misshandlungen.
    Rumia dagegen wurde jeden Morgen aus ihrer Zelle gezerrt, woraufhin man sie auf die Bühne brachte.


    Ein Mann in Klamotten, die man einfach nur noch als Blut besudelt bezeichnen konnte, war gerade dabei, Rumia zurück in ihre Zelle zu bringen.
    Das Mädchen wirkte bewusstlos, hatte die Augen aber weit aufgerissen. Rumias Beine schliffen leblos über den rauen Boden.
    Sie sah aus wie eine Marionette, welche ein Puppenspieler lieblos und viel zu langsam von der Bühne zog, nachdem mehrere Fäden gerissen waren.
    Ihr ganzer Körper war übersäht von blauen Flecken. Blut tropfe aus ihrem offenstehenden Mund.
    Cirno musste diesen Anblick schon mehrmals ertragen. An den entsetzten Gesichtausdruck ihrer Freundin würde sie sich aber niemals gewöhnen können.
    Rumia machte den Eindruck, als habe sie ebenfalls ihren Verstand abgestellt.
    Sie sah aus, als würde sie die Risse zwischen den einzelnen Fußbodenplatten zählen um sich abzulenken.


    Der Gefängnisswärter schubste die kaputte Rumia zurück in Cirnos Nachbarzelle und begann sich auszuziehen.
    Vor ihren Zellengenossinnen misshandelt zu werden, schien dem Finsterniss Youkai noch immer am meisten auszumachen.
    Cirno starrte in die Kamera, welche sich an der Decke befand und murmelte: "Ihr seid pervers..."


    Eine Stimme, welche die Eisfee in den lezten Monaten zu hassen gelernt hatte, kam aus einem Lautsprecher und spottete:
    "Das landet alles im Internet! Auf Danbooru!"
    "Warum immer Rumia!?"
    "Weil sie ne große Klappe hat!" Die Stimme im Lautsprecher begann hämisch zu lachen.
    "Und jetzt sei leise! Wir wollen Rumia sehen!"

  • Anubriel wachte mit zerzaustem Haar auf dem Balkongeländer wieder auf.
    Flandre hatte ihm einen Streich gespielt und ihn an ungünsigster Stelle zurück gelassen.
    Vor ihm tat sich nun ein Abgrund auf. Der Halb Wolf Youkai rollte sich noch im Halbschlaf in die falsche Richtung und stürzte in Richtung Erdboden.
    Seine Arme wedelten wild auf und ab, so als würde er verzweifelt versuchen mit nicht vorhandenen Flügeln zu flattern, um den Sturz abzubremsen.
    Er landete mit dem Gesicht in Richtung Himmel gerichtet auf einem unnötig spitzen Felsblock und spürte, wie sein Rückrad brach.
    Mit großer Mühe zerrte er seinen kaputten Körper vom Felsen herunter und wartete auf dem Rücken liegend darauf, dass die Regeneration einsetzte.


    BGM: Drunk as I like


    "Ein schöner Tag."
    Anubriel hielt eine Hand über sein Gesicht, um seine Augen vor den blendenden Sonnenstrahlen zu schützen.
    Fairy Maids spazierten mit Blumenkörben sowie Gartenutensilien an ihm vorbei, ohne das Geschehene weiter zu kommentieren.
    Sie waren gerade damit beschäftigt, sich über die unausreichende Bezahlung von Seiten ihrer Lehnsherrin zu beklagen.
    Der junge mit den niedlichen Hundeöhrchen wirkte melancholisch. In seiner Welt hatte er schon lange nicht mehr einen so schönen Himmel gesehen.
    Das lag wahrscheinlich daran, dass er sein Zimmer auf der anderen Seite so gut wie nie verließ, abgesehen von seinen täglichen Suff-Kauf-Touren natürlich.
    Gensokyos Himmel sah aus wie ein Bild aus einem Märchenbuch. Eine Azurblaue Kuppel, dessen Farben sich übergangslos in weitere unschuldige Blautöne aufspaltete,
    verziert mit weißen Wölkchen, die stetig Bilder zu formen schienen.
    Anubriel konnte schwören, eine Wolke gesehen zu haben, welche wie ein Drache aussah, der gerade auf Menschen zusteuerte, um diese zu verspeisen.
    Es war bereits spät am Nachmittag.
    Er hatte letzte Nacht wirklich gut geschlafen und fühlte sich nun wieder jung und energisch.
    Mit einem lautem "Hep!" sprang er wieder auf die Beine, hob beide Arme in die Luft und begann sich zu strecken. Der Sturz hatte keine bleibenden Schäden hinterlassen.


    Er hatte Ran am Vortag aufgetragen, weitere Nachforschungen anzustellen und ihm ein Buch über Raum-Zeitmagie als Nachtlektüre aufgedrängt.
    Ein guter Meister würde jetzt nach seinem Schüler sehen, dachte er sich.
    Der Engel ballte seine Hände zu Fäusten zusammen, so als habe er gerade einen tiefen Entschluss gefasst.
    Anubriel marschierte gut gelaunt mit hin und her wedeldem Schwanz sowie Fäustchen, welche er im Rythmus seiner
    Schritte unschuldig vor und zurück schwingen ließ, in Richtung Gebäudeeingang.


    Ein altbekannter Geruch dran in seine Nase. Irgendwer hatte gerade Mettbrötchen in der Nähe serviert.
    Das Brot war offensichtlich frisch aus dem Ofen gekommen und regte mit einem Schlag seinen Hunger an.
    Dass er jetzt auch Fleisch sowie Zwiebeln erschnuppern konnte, hatte er seinen neuen Wolfsinnen zu verdanken.
    "Das mit Ran verschiebe ich auf später, bis nach dem Frühstück. Das sollte ok sein."
    Anubriel ignorierte die Tatsache, dass er gerade laut mit sich selbst gesprochen hatte und folgte seiner Nase in Richtung Festmahl.


    BGM: White Angel


    Koakuma saß in einem Pavillion, welcher auf einer leicht erhöhten Ebene inmitten von Remilias Vorgarten errichtet worden war.
    Sie begrüßte ihren Besucher mit einem freundlichem, fast schon dahingesungenem "Guten Morgen!" und ignorierte die Tatsache,
    dass dieser seinen Blick zu aller erst auf den Esstisch gerichtet hatte.
    Anubriel war sehr erleichtert, dass mehr als genug Brot sowie Fleisch vorhanden waren, wusste aber nicht so recht, wie er nach einem gratis Frühstück fragen sollte.
    Er war es nicht wirklich gewohnt unter Menschen zu sein. Normalerweise war er Gastgeber und damit derjenige, der das Essen verteilte.
    "Guten Morgen, Koakuma."
    Eine peinliche Pause unterbrach die friedliche Atmosphäre. Anubriel hatte während seines letzten Besuches nicht die Zeit gefunden, Koakuma wirklich näher kennen zu lernen.
    Guten Freunden hätte er ein lockeres: "Ich nehme mir dann mal eins der Brötchen, wenn das ok ist?" entgegen geworfen aber diese Situation war komplett anders.
    Koakuma lächelte ihn freundlich an. Sie war definitiv der unschuldigste Teufel, den er je gesehen hatte. Die Luft hinter ihr schien förmlich zu funkeln,
    um ihrem bezauberndem Antlitz einen würdigen Hintergrund zu verleihen.
    "Was treibt euch in unsere Welt, Anubriel Sama?"
    "Bitte... du kannst mich ruhig duzen..."
    Anubriel war es schon immer sehr unangenehm, wenn man ihn in der dritten Person ansprach.
    Wahrscheinlich lag das daran, dass er sich noch nie zuvor wirklich erwachsen vorgekommen war.
    "Schattendämonen... das Übliche halt..."
    "Schattendämonen!?"
    Koakuma wirkte beunruhigt. So gesehen hatte sie auch guten Grund dazu.
    Das letzte Mal, als die Schattendämonen Gensokyo überfallen wollten, waren zahlreiche Leben verloren gegangen.
    Die Invasion endete in einer riesigen Schlacht, bei der sogar Leute wie Mima, Shinki und Konngara mitgekämpft hatten, um ihre Welt zu beschützen.
    "Es ist doch hoffentlich nichts Ernstes, oder!?"
    "Keine Sorge, das wird schon..."


    Anubriel wirkte beleidigt. Dass er persöhnlich erschienen war, um die Situation vor größerem Eskalieren zu bewahren, schien der Sukkubus ziemlich egal zu sein.
    Wieder richtete sich sein Blick einen Moment lang auf den Brotkorb. Das frische Mett daneben sah aus, wie ein großer Zuckerhut aus köstlichem Fleisch,
    welchen er am liebsten sofort im ganzen verschlungen hätte.
    Anubriel lief das Wasser im Mund zusammen. Sein Hunger trieb ihn noch in den Wahnsinn.
    Wenigstens hatte sein Magen noch nicht zu knurren begonnen, wie er es aus diversen Anime gewohnt war.
    "Patchouli arbeitet bereits seit gestern an diversen Gegenmaßnahmen. Außerdem treibt sich hier auch noch irgendwo mein Schüler herrum.
    Sakuya weiß ebenfalls bescheid. Ich habe sie los geschickt, um Informationen zu sammeln."
    Der Halb Wolf versuchte, Koakuma mit einem Lächeln zu beruhigen.
    "Diesmal, haben die Schattendämonen keine Chance!"
    Koakuma schien nicht besonders beeindruckt von dem, was Anubriel gerade gesagt hatte.
    "Ist das so? Gibt es vielleicht etwas, was ich tun kann, um zu helfen?"
    Das war die perfekte Gelegenheit!
    "Hmm... Eigentlich ist bereits alles erledigt... aber ein Brötchen wäre eine wilkommene Starthilfe!"
    "Aber sicher doch!" Koakuma griff hastig in den Korb, welcher sich auf dem Tisch befand und reichte ihrem Besucher eines der Brote.
    Der Wolf Youkai machte es sich auf einem der Stühle bequem.
    "Ich wusste gar nicht, dass es in Gensokyo Mett zu kaufen gibt..."
    "Ohh, wir produzieren dieses Zeug selber. Koishi hat uns dieses Rezept verraten."
    "Mett gehört zu meinen lieblings Speisen!"
    Anubriel begann sein Brötchen zu schmieren und machte sich Sorgen, dass er etwas dabei falsch machen würde.
    Koakuma wollte ihn einfach nicht aus den Augen lassen. Hatte er etwa zu wenig Butter oder vielleicht zu viel Mett aufgetragen?
    Vielleicht war es auch einfach die leicht unbeholfene Art, wie er sein Essen bearbeitete.
    Für gut erzogene Leute, wie jenen aus der SDM, mussten seine Tischmanieren aussehen, wie die eines rüpelhaften Barbaren...
    Endlich war das Werk getan.
    Der Shadowlight Leader freute sich tierisch auf den ersten Biss.
    "Guten Appetit, Anubriel Sama!"
    "Ehhm... danke..."
    Anubriel schob sein Frühstück in den Mund, beendete seine Aktion aber abrupt, als hinter ihm eine gewaltige Explosion das Front Tor zum Anwesen in die Luft jagte.


    BGM: Final Fantasy Dark Messenger


    Meiling lag mit dem Gesicht nach unten inmitten eines tiefen Kraters.
    Die Wucht der Exploson hatte sie durch die Luft geschleudert.
    Sie war in der Lage, den Fall abzubremsen, wurde aber direkt danach im Rücken von einer zweiten Feuer-Attacke getroffen.
    Schutz Talismane verhinderten, dass sie in Flammen aufging.
    Ein zweiter Hutmacher befand sich plötzlich hinter ihr und beförderte sie mit einem kräftigen Tritt zu Boden.


    "Das sind also die sogenannten Doppelgänger, ehh?"
    Der Torwächter rappelte sich langsam wieder auf die Beine. Zwei Angreifer, welche beide so aussahen wie Anubriel am Tag zuvor, schwebten über ihr in der Luft.
    Sie trugen genau das selbe Outfit, abgesehen von der Tatsache, dass Hut und Jacke anders gefärbt waren.
    Der Mann mit den Feuerattacken trug passend dazu knallrote Farben. Sein Gefährte war in dunkles Purpur gehüllt.
    Elektrizität war sein Element und erlaubte es ihm, sich rasend schnell fortzubewegen.
    Perfekte Kopien waren es nicht. Der Rote Hutmacher war ein wenig pummeliger als Anubriel und machte einen sehr geduldigen Eindruck.
    Der Violette war eindeutig ein wenig zu hoch geraten. Er übertraf den echten Anubriel um mindestens eine Kopflänge.
    Meiling gefiel es gar nicht, wie der Blitz Nutzer auf sie herab grinste.


    "Denk nicht, ich wäre so leicht außer Gefecht zu setzen! Du bist schnell aber dein Tritt ist Nichts, im Vergleich zu dem, was ich hier sonst so erleben muss."
    Weiß-Blaue Blitze schossen aus den Füßen des Hutmachers und trieben ihn direkt in Meilings Richtung.
    Sie akzeptierte einen direkten Treffer, unterdrückte ihren Schmerz und packte ihren Angreifer schließlich, um ihn zu Boden zu werfen.
    Die Arme des Mannes verwandelten sich in Energieblitze. Meiling wurde mit Stromstößen beschossen und in die Luft gehoben.
    Der Rote hatte diese Zeit genutzt, um eine größere Feuerkugel über sich zu beschwören, welche nun auf die Torwächterin geschleudert wurde.
    "Das wird eng werden..."
    Meiling befreite sich vom Effekt der Stromstöße und zog eine Zauberkarte aus ihrer Manteltasche.


    "Sorry, Elton!"
    Anubriel purzelte kopf über aus einem Portal, welches aussah wie eine flache, runde schwarze Wolke, deren Material sich stetig kreisend um ihr Zentrum bewegte und Rammte seinem Doppelgänger ein Schwert in den Rücken.
    Der rote Hutmacher ignorierte diese Tatsache. Die Stelle, an der sich das Schwert durch die Jacke bohrte, fing plötzlich Feuer.
    "Logia, huh?"
    Anubriel stieß sich an einer magischen Plattform, welche er in der Luft beschworen hatte, ab und zog sich springend nach hinten zurück.
    Der Doppelgänger stand einen Moment lang komplett in Flammen. Seine Frontseite war anschließend auf Anubriel gerichtet.
    Eine unnötige Show Einlage. Er hätte sich auch ganz normal umdrehen können.
    "Was treibt ihr denn bitte hier, bei der Scarlet Devil Mansion?"
    "Wir..."
    Elton wurde von einer Chi Attacke in Form einer riesigen, blauen Kugel überascht.
    Anubriels Ablenkungsmanöver hatte es Meiling erlaubt, einen direkten Treffer zu landen. Diesmal zeigte der Angriff mehr Wirkung.
    Der Logia Nutzer wurde mitgerissen und war nun nicht mehr als eine Flammenwand, welche verzweifelt versuchte, an der Oberfläche der Chi Kugel zu kratzen.


    Simon schoss mit atemberaubender Geschwindigkeit auf den Schwertkämpfer zu und durchbohrte dessen Bauch mit seiner Faust.
    Anubriel spürte, wie die Gegend um die Einschlagstelle taub wurde. Offenbar hatte sein Gegner vor, ihn mit Stromstößen außer Gefecht zu setzen.
    Der Wolf-Youkai explodierte in einem schwarzen Federsturm und bewegte sich nun wie eine Wolke fort.
    Blitze durchdrangen seine neue Form ohne ihn langsamer zu machen.
    Meiling war bereits um den Angreifer geschlichen um Kristalle, in allen Regenbogenfarben auf ihn herabregnen zu lassen.
    Der Purpurfarbene Hutmacher hatte offensichtlich Schwierigkeiten, die Kunai in seiner Schultergegend loszuwerden.
    Es sah so aus, als stünde sein System kurz vor dem Zusammenbruch. Blitze schossen überall aus seinem Körper und spielten komplett verrückt.
    Offenbar handelte es sich bei diesen Wurfwaffen um eine Gegenmaßnahme, speziell gegen Logia Nutzer.
    Die SDM hatte sich gut auf den Kampf gegen Anubriels Doppelgänger vorbereitet.


    Simon brüllte seinen Schmerz hinaus und begann, ein Kunai nach dem anderen aus seinem Rücken zu reißen.
    Meiling wollte zum Gnadenstoß ansetzen, als sie Elton bemerkte, welcher wie ein Feuerwirbel zurück an den Ort des Geschehens eilte.
    Er sah nun wieder wie er selbst aus und nicht länger wie ein Hutmacher. Sein Oberkörper ragte aus dem gewaltigen Feuer, welches er als Antrieb nutzte.


    "Virus Sign - Dancing Jade Serpent!"


    Eine riesige, Smaragtgrüne Schlange schoss aus Anubriels Zauberkarte und flog Spiralförmig auf den Feuerwirbel zu.
    Die Schlange verschwand komplett im Feuer. Es dauerte einen Moment aber dann fing das Feuer plötzlich an sich zu härten.
    Eltons gewaltiger Logia Körper war binnen weniger Sekunden komplett vom Virus infiziert und erstarrte zu grünem Kristall.
    Das verrückte Kunstwerk krachte zu Boden ohne zu zerbrechen.
    Simon schien das Ganze überhaupt nicht zu gefallen. Er stand wortwörtlich kurz davor, sich in eine Gewitterwolke zu verwandeln.
    Die Torwächterin nutzte die Paralyse ihrer Kunai aus und beförderte den Eindringling mit einem Tritt im Nackenbereich zu Boden.
    Der Blitzfrucht Nutzer war noch immer am Leben und versuchte sich langsam wieder hoch zu rappeln.
    Anubriel grinste diabolisch. Er landete vor seinem Gegner, packte ihn am Kragen und zwang ihn dazu, ihm ins Auge zu blicken.
    Ein silbernes Licht flackerte in der Mitte seiner Pupille auf und ließ seinem Opfer das Bewusstsein verlieren.


    "Black Moon Illusion - Midnight Crucification, Slaughterhouse"


    BGM: Higurasi No Naku Koro Ni


    Simon wachte in einer toten Welt auf. Anubriel hatte ihn in eine Traumwelt gezwungen. Der Boden bestand aus dunklem Wasser.
    Simon konnte seine Fähigkeiten nicht mehr einsetzten. Der Himmel war Rabenschwarz.
    Riesige Augen starrten von unterhalb der Wasseroberfläche zu ihm hinauf. Sein Puls begann zu rasen. Er war von Meeresungeheuern umgeben!
    Ein riesiges Maul, übersäht mit Messerscharfen Zähnen tauchte hinter ihm auf. Das Monster hatte nicht nur zwei, sondern drei Zahnreihen, welche ein Dreieck formten.
    Die Zähne begannen sich wie Kettensägen zu bewegen und verursachten dabei Furcht erregenden Lärm.
    Er begann los zu laufen. Weitere Monster erschienen an der Wasseroberfläche und hatten ihn schließlich mit ihren gräßlichen Mäulern umzingelt.
    Eine Knochenhand packte den Trophähenjäger am Fußgelenkt und zerrte ihn unter die Wasseroberflächte.
    Simon wurde von Skeletten hinab gezerrt, drohte zu ertrinken und verlor schließlich das Bewustsein.


    Simon wachte in einer toten Welt auf. Anubriel hatte ihn in eine Traumwelt gezwungen. Der Boden bestand aus verwesenden Leichen.
    Eine Stimme, welche er seit Jahren nicht mehr gehört hatte, ließ ihm das Mark in den Knochen gefrieren.
    Er stürmte in die Richtung, aus der die Hilferufe kamen. Immer wieder war das Rascheln von Knochenkriegern zu hören, welche ihn auf Schritt und Tritt zu verfolgen schienen.
    Eine halb verweste Hand packte den Trophähenjäger am Fußgelenk und zerrte ihn nach unten.
    Simon versuchte den Atem anzuhalten so lange er konnte und erstickte schließlich in fauligem Fleisch.


    Simon wachte in einer toten Welt auf. Anubriel hatte ihn in eine Traumwelt gezwungen. Der Boden bestand aus schwarzem Stahl.
    Überall war das laute Geräusch von Hämmern zu hören, welche gegen Metall schlugen.
    Der Trophähenjäger musste sich übergeben und spukte dabei allerlei Ungeziefer aus.
    Der Stahlboden wurde wärmer. Ein leises Wimmern ließ ihn den Blick wieder nach oben richten.
    Seine alten Schulfreunde waren gekreuzigt worden und bettelten vor ihm um Erlösung.
    Schrille Geisterstimmen fingen an, den Gefangenen in den Wahnsinn zu treiben.
    Simon versuchte verzweifelt und unter größter Not, seine Freunde zu befreien.
    Diese sahen genau so aus, wie er sie in Erinnerung hatte. Die echten Menschen müssten inzwischen eigentlich viel älter und erwachsen geworden sein.
    Die Nägel wollten sich einfach nicht lösen. Seine große Jugendliebe heulte jämmerlich auf, jedesmal wenn er versuchte, sie vom Kreuz zu befreien.
    Die Geisterstimmen wurden immer lauter. Das Hämmern war nun unerträglich. Simon hatte das Gefühl, als würde ihm jeden Moment der Kopf platzen.
    Der Boden war mitlerweile unendlich heiß geworden. Er stand auf einer riesigen Pfanne, welche über ein großes Feuer gehalten wurde.



    Anubriel warf Meiling ein unschuldiges Lächeln zu.
    "Das sollte reichen..."
    "Ziemlich unheimlich. Was hast du mit ihm gemacht?"
    "Ach, gar nichts... Sagen wir einfach, der Kerl darf nun ersteinmal eine Weile lang durch eine Geisterwelt spazieren..."
    "Wehe du machst das mal bei mir!"
    "Das würde ich mir nicht einmal im Traum einfallen lassen."


    Meiling betrachtete das Antlitz ihres Gegners mit gemischten Gefühlen.
    Irgendwie tat ihr der Kerl leid. Augen und Mund waren weit aufgerissen. Er war nicht tot.
    Der Fremde machte noch immer dumpfe Geräusche, während er sabbernd am Boden herum zuckte.


    Elton wurde aus seinem Gefängniss befreit. Er stand noch immer unter dem Effekt der Giftattacke und krümmte sich vor Schmerzen.


    "Was habt ihr euch nur dabei Gedacht?"
    Der Mann im roten Anzug ignorierte die Frage.
    "Sag mir einfach, warum ihr zur SDM gekommen seid, und ich lasse dich in Ruhe."
    "W...wir hatten vor... die Vampire einzufangen... während sie am schlafen waren..."
    "Seems Legit."
    Anubriel verabschiedete sich mit einem freundlichem Lächeln von Elton.
    "Keine Sorge, das Gift wird in einigen Stunden nachlassen. Sei tapfer! Deine Kräfte muss ich dir jetzt aber leider nehmen.
    Wir wollen doch nicht, dass du den armen Teufelchen Ärger machst...
    Meiling? Bitte hilf mir unsere neuen Freunde hier in den Kerker zu geleiten. Patchouli soll sie weiter nach Informationen ausfragen."


    Das Dou packte sich jeweils einen der besiegten Gegner und schleppte ihre Körper in Richtung Anwesen.
    Anubriel machte dabei noch einen kleinen Umweg am Pavillion vorbei und teilte sein Frühstück mit der Torwächterin.
    Das halbe Brötchen schmeckte Köstlich! Kein Wunder, er hatte ja auch seit seiner Ankunft in Gensokyo noch keinen einzigen Happen zu essen gehabt.
    Dass die Mettwurst in der SDM hergestellt wurde, war für ihn etwas ganz besonderes.
    Womöglich hielt er gerade etwas in seiner Hand, was von der süßen Flan oder der coolen Head Maid zubereitet worden war.
    Meiling blickte veblüfft in seine Richtung.
    "Ich hätte nicht gedacht, dass du auf Menschenfleisch stehst..."


    Outro: Higurashi No Naku Koro Ni Kai

  • Kazu nahm den mantel vom schrank, hing sich seine tasche um und verstaute die uhr darin. Schon bei dieser kurzen berührung bemerkte er die magie, die durch das teil strömte.


    Sein erstes ziel sollte sanjo sein, auch wenn kazu wenig hoffnung darin setzte, das er zu hause sei. Schließlich war er nun dorfchef und würde sicher auch zu dem todesfall gerufen. Der weg zur schreinerei lief unspektakulär ab. Als kazu klopfte, kam darauf wie ewartet keine reaktion. Als er weiterging, bemerkte er ein knirschen unter seinem schuh. Eine kleine spiegelscherbe. Ein spiegelbild war aufgrund der splitterung nicht zu sehen.
    Also weiter zum kourindou. Der ladenbesitzer öffnete nach einer gefühlten stunde des klopfens die tür und sah mindestens genau so verpennt aus wie kazu zu beginn des tages. "Was gibts denn so früh schon?"
    "Ich hab dir was zum analysieren mitgebracht", antwortete die marionette und übergab die taschenuhr, "achja, ich könnt nen schreiner gebrauchen, sanjo ist wohl beschäftigt und naja, ich hab das was abbekommen..." Der ningyō kratzte sich leicht verlegen am hinterkopf.
    "Geh lieber sofort zu Alice...", bekam kazu zu hören, als er er die üppig verpackte wunde zeigte, "das sieht mieß aus."
    Nachdem ihm der weg grob erklärt wurde, begab sich kazu in den forest of magic. Er pflückte hier und da ein paar besondere Pilze, die er später zusammenbrauen wollte um eine magieregenerierende potion zu erschaffen.

  • Anubriel mochte keine Früchte.
    Er hatte schon seit Jahren kein einziges Stück Obst mehr in den Mund genommen.
    In der Außenwelt war die Auswahl einfach viel zu groß, um sich mit diesem Zeug zu begnügen.
    Heute aber war es dann endlich doch so weit.
    Sein vorheriges Frühstück hatte er nach Meilings Kommentar nicht mehr runter gekriegt und dem Torwächter überlassen.
    Dass er sich trotz der Tatsache, dass er bereits ein paar Happen runtergeschluckt hatte, nicht übergeben musste, verunsicherte ihn ein wenig.


    "Naja, was solls..."
    Der Wolf Youkai wackelte ohne es zu merken mit seinen Öhrchen und lenkte damit Patchoulis Aufmerksamkeit auf sich.
    Sie starrte mit einem Blick in seine Richtung, den er nicht wirklich einzuordnen wusste.
    "Ehm... stimmt etwas nicht?"
    "N... nichts.... es ist nichts..." Patchouli wirkte leicht verunsichert und richtete ihren Blick schnell wieder nach vorn.
    Die Beiden wanderten einen langen Korridor innerhalb des Anwesens entlang.


    Anubriel wusste nicht, was er da gerade am essen war, aber Menschenfleisch war es diesmal ganz bestimmt nicht!
    Irgend so ein weißes, knackiges und viel zu süßes Zeug.
    Wahrscheinlich eine Birne oder so. Der Shadowlight Leader war nicht dazu in Lage, mehr als 10 verschiedene Früchte aufzuzählen.


    "Tut mir sehr leid, dass ich letzte Nacht nicht mehr dazu in der Lage war, Remilia zu treffen. Die Herrin des Hauses weiß hoffentlch, dass ich hier bin?"
    "Was war los? Wir haben die ganze Zeit auf dich gewartet."
    "Ehm... haben Sakuya und Flandre euch nicht darüber aufgeklärt, war passiert ist?"
    "Nicht wirklich. Sakuya kam einfach irgendwann bei uns vorbei, um uns mitzuteilen, dass du bereits am Schlafen warst.
    Muss wohl am Unterschied zwischen den Zeitzonen liegen... Oder bist du nun auf einmal Tagaktiv geworden?"
    "Nah, ich bin noch genauso Nocturne wie immer. Hat Remilia von meinem Blut getrunken?"
    "Die Herrin war empört von dem, was du von ihr verlangthast. Ich soll dir ausrichten, dass ein Erbe der Hauptblutlinie niemals an einem Messer lecken würde,
    nur um an etwas vertrocknetes Blut zu kommen. Du sollst heute Abend gefälligst persönlich vor sie treten, damit sie frischen Lebenssaft aus dir herauspressen kann."


    Anubriel lief es eiskalt den Rücken runter.
    "Aber dann wisst ihr doch noch gar nicht, dass ich der Echte bin! Wie kann man nur so sorgenfrei sein? Die Angreifer heute sahen wirklich genauso aus wie ich!"
    "Du hast dir bereits Vertrauen damit verdient, dass du vor ihnen hier aufgetaucht bist, um uns zu warnen."
    "Und was, wenn ich das Ganze genauso geplant habe?"
    "Hier hat sich einiges getan. Wir sind nun bei weitem nicht mehr so schwach gegen Typen wie dich, wie bei deinem letzten Besuch."
    Anubriel dachte an die Anti-Logia Waffe, die Meiling nun zur Verfügung stand.
    "Was waren das für Kristalle, die der Torwächter eingesetzt hatte?"
    "Anti-Logia-Kristalle." Patchouli versuchte ernst und grimmig zu klingen, grinste aber anschließend leise in sich hinein.
    "Wie unheimlich... Wie dem auch sei. Ich finde es extrem unverantwortlich von euch, mich hier einfach so frei herum laufen zu lassen."
    "Willst du, dass wir dich in Ketten legen, bis die Herrin aufwacht?"
    Anubriel musste schmunzeln.
    "Wenn es sein muss?"



    "Dafür haben wir leider keine Zeit."
    Yukari kam aus einem Portal spaziert, welches sie über ein Gemälde von Remilia gezaubert hatte.
    Sie begrüßte Anubriel, indem sie die Spitze ihres geschlossen Schirms auf ihn richtete.
    Patchouli wurde ernst. Anubriel musste in diesem Moment tatsächlich um sein Leben bangen. Es war unmöglich einer Laser Attacke aus dieser Distanz zu entkommen.
    Yukari handelte wie ein Selbstmordattentäter.


    "Du tauchst einfach aus dem Nichts in unserem Haus auf. Und jetzt hast du auch noch die Nerven, deine Waffe gegen unseren Gast zu richten?"
    Patchouli zielte mit ihrem Zeigefinger auf den Eindringling, ohne ihren Arm ganz auszustrecken. Ein leises Knistern war zu hören. Blitze begannen, ihre Hand zu umspielen.
    "Ich bin letzte Nacht auf einen Anubriel Klon getroffen." Yukaris Stimme war streng.
    "Der Kerl hat einen großen Teil des Waldes verwüstet, bevor ich ihn zurecht gestutzt habe."


    "Wir wurden bereits über diese Doppelgänger aufgeklärt. Kann ich dir vielleicht, bei deinen Nachforschungen irgendwie behilflich sein, Großmütterchen?"
    "Der Unruhestifter sah nicht einfach nur so aus wie ein Hutmacher. Er kämpfte auch so, wie man es vom Shadowlight Leader gewohnt ist."
    Anubriel wirkte beunruhigt und vergaß einen Moment lang die Tatsache, dass Yukari ihn jederzeit ins Nirvana pusten konnte.
    "Genauso wie ich? Wie meinst du das?"
    "Mit Schwarzen Federn, Leviathan, faulen Tricks wie eingraben und sogar einer Erwachten Form."
    "Xarvius..." Anubriel wirkte traurig.
    "Ihr kennt euch also?"
    "Xarvius ist nicht wie die anderen Hutmacher! Er... er versucht einfach das Beste aus seiner Situation zu machen und weiß nicht wirklich, wohin er gehen soll..."
    "Und was sagt uns, dass du der Echte Anubriel bist?"
    "Remilia, mit Zugang zu meinem Blut."


    Yukari senkte ihre Waffe wieder. Patchouli spielte mit und verbarg die Tatsache, dass Remilia noch gar nicht von Anubriels Blut getrunken hatte.
    Die Anspannung war damit endlich aus dem Raum verschwunden.


    "Das Dorf steht bereits unter Belagerung. Von überall kommen Berichte, dass Schattenmenschen auftauchen, um Leute zu entführen und um ihre Position einzunehmen."
    "Sakuya ist bereits vor Ort."
    "Das Dorf Oberhaupt hat angefangen, Nachforschungen anzustellen und will, dass ich Leute für ihn aus Gensokyo verbanne."
    „Das Dorf Oberhaupt, huh?“
    „Das Neue Dorf Oberhaupt! Sein Vorgänger ist vor wenigen Tagen spurlos verschwunden.“
    „Und was hat das Ganze bitte mit mir zu tun?“
    „Um ehrlich zu sein... Die Barriere, welche unsere Welt von den Anderen abschottet, war in letzter Zeit ein wenig schwach.“
    „Ob das wohl das Werk der Hutmacher ist?“
    „Das weiß ich selbst noch nicht so genau. Aber im Menschendorf gibt es seit dem ein paar Neuankömmlinge."
    "Ich hatte nicht erwartet, dass die Hutmacher jetzt schon an einfachen Bauern intressiert seien."
    "Wie auch immer... Du solltest dich mit mir zum Dorf begeben und Sanjo helfen, diesen Fall aufzudecken.
    Er ist bereits zu einer Art Halb-Dämon geworden, um seine Leute vor größerem Übel zu bewahren."


    Anubriel wirkte genervt. Er hatte offensichtlich keine große Lust, sich mit den Dorfbewohnern abzugeben.
    "Na gut, weil du es bist..."


    Yukari öffnete ein Portal zum Dorf und trat mit Anubriel im Schlepptau vor Sanjo.
    "Sup!"
    Der Halbwolf winkte freundlich und begrüßte das Dorfoberhaupt mit einem Lächeln.
    "Ich habe gehört, ihr habt ein kleines Problem mit Doppelgängern..."


    Outro: Alstroemera Devolution

  • Sanjo fällt der Hammer aus der Hand. Der erste Gedanke der ihm beim Anblick Yukaris kam war "Och nö..." Sanjo war eigentlich gerade dabei eine Laterne für Hyourinmaru zu bauen. Das Material dafür hat Nitori mitgebracht. Es ist schmelzresistent. Nebenbei hat sie auch eine große Batterie mitgebracht. Damit hat Hyourinmaru Elektrizität für seinen Ventilator. Das Letzte womit Sanjo gerechnet hätte ist, dass Yukari auftaucht und nen Kerl anschleppt, der wie Momiji in männlich aussieht. "Ähm... wie kann ich helfen?" Der arme Sanjo ist sichtlich verwirrt. "Ich hab dir mal den Kerl da mitgebracht. Er soll dir helfen. Ich bin dann auch wieder." Schwupps und weg war Yukari. "Was....?" "Diese Yukari..." Der Neuankömmling schüttelt langsam den Kopf. "Und wer bist du?" Sanjo hat nun seinen Hammer wieder aufgehoben und hat sich wieder der Lampe zugewannt. Nur noch die Schrauben festziehen und er ist fertig. "Mein Name ist Chaosgreydramon. Du kannst mich aber auch Anubriel oder Anub nennen. Wie vorhin bereits angesprochen, habe ich gehört, dass ich Probleme mit Doppelgängern habt. Kannst du mir genaueres dazu erzählen?" Sanjo legt die mittlerweile fertige Lampe beiseite. "Doppelgänger sagst du? Hmm komm erst mal rein ich mach uns ne Runde Tee."


    "Hier bitteschön." Sanjo stellt zwei Tassen auf den Tisch, der in der Mitte seines Arbeitszimmers steht. "Was genau brauchste denn?"
    "Fangen wir damit an, dass du mir erzählst was hier in letzter Zeit so los war."
    "In letzter Zeit also. Wie du sicherlich schon mitbekommen hast ist das alte Dorfoberhaupt verschwunden. Schade es warn freundlicher Mann. Den Tag drauf gabs direkt erst mal Wahlen. Ich muss mir in der kurzen Zeit hier viele Freunde gemacht haben, da ich nun das neue Dorfoberhaupt bin."
    "Du bist nicht von hier?"
    "Ne du. Ich komme von draußen. Zwei Jahre bin ich nun schon da. Würd gern wissen wies den Leuten draußen so geht. Gibt es denn ein Problem damit?"
    "Nein. Ich fragte rein aus Interesse. Was war sonst noch?"
    "Gestern in der Nacht ist anscheinend einiges los gewesen. Ich hab nicht viel mitbekommen, da ich die Nacht bei Reimu verbracht hab. Sie hat nen Spiegeldämonen in mich gebannt. Hab dabei wohl nen Teil meiner Menschlichkeit verloren. Ich fühl mich aber wie immer."
    "Warum musste sie denn einen Spiegeldämonen in dich bannen."
    "Hehe... naja einer schlechten Angewohnheit von mir ist es zu verdanken, dass ich den Spiegel beim ersten Zucken direkt zerstört habe. Hab nen ziemlichen Einlauf bei Reimu bekommen."
    "Du solltest dir das unbedingt abgewöhnen."
    "Ja weiß ich doch. Zurück zum Thema. Hyourinmaru hat letzte Nacht eine Kopie von sich mit nem Ventilator erschlagen. Sagte mir heut morgen, dass sich das Ding direkt aufgelöst hat. Lemüh war bei Yuuka. Sie hat wohl nen Freund in ihm gefunden. Er hat anscheinend auch eine Kopie von sich gekillt. Kann jetzt schwaches Danmaku eisetzen der Kerl. Davion und Kazu wurden in der Nacht von Dämonen angegriffen. Kazu hats ziemlich erwischt. Ich hab ihn vorhin gesehen als er auf dem Weg zu Alice wegen einiger Wunden war. Davion hab ich heute noch nicht gesehen."
    "Hm scheinen ja einige Ereignisse gewesen zu sein."
    "Was mich aber am meisten wurmt ist, dass heut morgen eine junge Frau tot aufgefunden worden ist. Sie war vor ner Woche noch bei mir, da ihr Dach undicht war. Sehr freundlicher Mensch. Ein großer Verlust fürs Dorf."
    "Hm das kann nichts Gutes bedeuten. Wisst ihr denn schon, was ihr tun werdet?"
    "Yukari hat uns ihre Hilfe angeboten. Wir werden wohl darauf zurückgreifen müssen." Sanjo niest. "Tut mir leid... Heuschnupfen."
    "OK. Ich möchte bei den Abstimmungen mitmachen. Ich denke, dass ich Informationen habe, die euch helfen könnten."
    "Und woher soll ich wissen, dass man dir trauen kann?"
    "Naja Yukari hat mich hergeschleppt ist das nicht Vertrauensbeweis genug?"
    "...mir bleibt wohl keine andere Wahl."
    "Sag einfach bescheid, wenn du alle Verdächtigen zusammengetrommelt hast. Wir treffen uns dann in der Stadthalle und klären das ganze bei einem
    großen Gerichtsverfahren, bei dem alle Beteiligten vor Ort sind." Anubriel verschwindet wieder in einem schwarzen Portal um nach Ran bei der SDM zu sehen. Eine schwarze Feder fällt auf den Boden.
    "Was...? Gerichtsverfahren?" Sanjo hebt die Feder auf. "Was fürn komischer Kauz. Ich denke ich werde es trotzdem bei Wahlen belassen. Ich sollte mich dann mal zu Hyourinmaru aufmachen." Sanjo packt sich die Lampe und schnallt sich die Batterie auf den Rücken.

  • Kazu war nicht oft im Forest of magic und hatte noch nie einen der bewohner besucht. Abgesehen von kourin, aber der wohnt ja am rand, das zählte nicht.
    Er spürte das etwas in der nähe war, konnte aber in der richtung die ihm seine sinne sagten nichts erspähen. Was es auch war, es war nicht stark und würde für ihn keine gefahr darstellen. Etwas zog an seinem wakizashi, der ningyō grif in die richtung und umklammerte eine ungwöhnlich undurchlässige stelle luft.
    Drei kleine wesen tauchten in seinem blickfeld auf, als er sich umdrehte.
    "Feen..." Murmelte er und griff etwas fester zu. Die fee in ihrem roten kleid verzog das gesicht und fing an rumzuzappeln.
    "Sunny, du missachtest deine deckung!" Rief eine zweite im blauen kleid und die dritte meckerte: "ich hab euch doch gesagt das wird nichts"
    Kazu ergriff die blau gekleidete, als diese zur flucht ansetzte. Die dritte versucgte es erst garnicht, stellte sich auf dem boden ab und verbeugte sich vor der marionette. "Ich bitte vielmals um entschuldigung für mich und meine freundinnen, ich hab es nicht geschafft sie davon abzuhalten..." Sagte sie mit einem hauch von ärgernis in der stimme.
    Kazu, der die beiden anderen immernoch fest am arm hielt antwortete: "nun du scheinst mir vernünftig zu sein, ich will dir mal verzeihen. Doch diese beiden hier", er wandte seinen blich der rot gekleideten zu, "...und besonders dir werd ich nicht so schnell vergeben."
    Er warf die blaue in die luft, so dass sie herumwirbelte und benommen zu boden sank.
    Eine weitere präsenz wurde von seinen sinnen erfasst. Ein wolf erschien auf der bildfläche.
    Flink wechselte die marionette die hand, mit der er die fee hielt, griff seine klinge und schlug das tier mit der stumpfen seite gegen einen nahen baum. Nun ließ er das kleine geflügelte wesen los, ging zu dem taumelnden tier und schlug es mit einem wirbelnden schlag in zwei.
    Sunnymilk kauerte nun am boden und wimmerte: "bitte nicht töten, bitte nicht..."
    Kazu wirbelte erneut das schwert herum und steckte es in scheide zurück. Er wies die feen an zu verschwinden und zwei kratzten sofort die kurve. Die dritte verbeugte sich noch einmal, bedankte sich und folgte dann ihren gefährtinnen.
    Er schüttelte den kopf und ging weiter durch den wald.
    Einige zeit später bemerkte kazu etwas in einem busch. Dort lag eine etwa 30cm große puppe. Als kazu sie berürte, erwachte sie plötzlich zum leben. Die kleine sah ihn schief an.
    "Kennst du Alice Margatroid?", fragte kazu und seine gegenüber nickte.
    "Kannst du mich zu ihr führen?"
    Wieder nickte die kleine. Nun erhob sie sich in eine schwebende position, flog auf ihren größeren argenossen zu und packte seine hand mit beiden armen. Shanghai zog kazu eine zeilang durch den wald. Genauer gesagt versuchte sie ihn zu ziehen, was ihr auf grund des massenunterschiedes grundsätzlich scheiterte.
    An einem hauptsächlich weißem haus mit blauem dach angekommen ließ dei kleine los, flog richtung tür, öffnete diese und flog hinein.
    Aus dem inneren des hauses konnte man nun eine stimme vernehmen. "Shanghai, wo bist du gewesen, ich hab tagelang nach dir gesucht...was? Wir haben besuch?... Ist ja gut, ich komm ja schon..."
    Ein mädchen mit blonden haaren trat aus der tür. Ihre blauen augen fielen sofort auf kazu, der kurz vor der terrasse stand.
    "Was kann ich für sie tun?"
    "Mein name ist kazu izayoi, ich nehme an ihr seid Alice Margatroid?"
    "Ja,... nun was ist ihr begehr?"
    "Mir wurde von einem alten bekannten gesagt, ihr habt die fähigkeit mich zu reparieren"
    Die puppenspielerin setzte einen fragenden blick auf.
    Kazu fuhr fort. "Ihr seid eine puppenspieler-magierin, liege ich da richtig, bitte konzentriere deine magie"
    Alice schloss ihre augen, so auch kazu. Ganz schwach schimmernd bildeten sich blaue. Aus magie bestehende fäden zwischen ihren fingern und seinen gliedmaßen.
    Beide öffneten die augen wieder und alice sah ihren gegenüber etwas verdutzt an.
    Sie willigte ein, kazu zu analysieren und gegebenenfalls auch zu reparieren.
    Um die arbeiten schneller abschließen zu können, hate sie kazu's bewusstsein vorrübergehend in eine ihrer reserve-shanghais verfrachtet. Shanghai-kazu schwebte nun um alice, wärend diese reperaturarbeiten durchführte.

  • Die puppenspielerin arbeitete nun schon einige stunden an kazus körper. Der schwertkämpfer vermutete schon, das er sich wieder durch die nacht kämpfen müsse wenn er sich auf den heimweg machte. Als ob sie seine gedanken lesen konnte sagte sie: "er wird wohl heute nicht mehr fertig, und mir geht auch bald das material aus. Ich denke du bleibst heute nacht hier. Du kannst dich ja mit den anderen anfreunden". Bei ihrem letzten satz grinste sie ihn an.
    "Das wird leider nicht gehen...", eine durchaus bekannte stimme gesellte sich zu den beiden. Die person dazu hing aus einem portal an der decke. "Die herrin des Chaos...", dachte kazu. Sprechen konnte er wegen des austauschkörpers nicht.
    "Die herrin des Chaos?" Sprach alice seine gedanken fragend aus, "...interessante wortwahl."
    "willst wohl nicht mit mir sprechen, hm?" Sagte yukari yakumo, wärend sie den körper des ningyō betrachtete. Shanghai-Kazu gestikulierte nun wild vor des youkai's gesicht herum.
    "Er kann nicht", sagte alice und wies auf die hyperaktive shanghai. Yukari fing lauthals an zu lachen, als sie verstand was vor sich ging, und fiel aus ihrem portal auf den boden.
    Kazu nutzte ihre unaufmerksamkeit und piekste ihr in die seite.
    "Hey lass das!"
    "Ich soll fragen, warum er nicht für die nacht hier bleiben kann", meldete alice sich zu wort.
    "Nun er weiß ja schon von der leiche im dorf, aber einige informationen fehlen ihm." Die herrin der grenzen machte eine kurze pause, "es sind in letzter zeit einige neue gesichter in Human Village aufgetaucht. Er ist eines davon. Jedoch versuchen einige der neuen, das dorf unter ihre kontrolle zu bekommen und schrecken dabei wohl vor nichts zurück. Sanjo, das neue dorfoberhaupt, hat entschieden, dass jeden tag einer der neuen verbannt wird. Diese wahlen werden heute abend das erste mal abgehalten und erfordern auch kazu's anwesenheit. Zur not nehm ich ihn in diesem körper mit."
    "Ich kann durchaus eine shanghai entbehren, aber wie soll er denn abstimmen, wenn er nicht in der lage ist zu sprechen?"
    Yukari zog als antwort papier und feder aus einem portal, das neben ihr erschien. Kazu ließ den kopf erst hängen, nickte dann aber und wurde von yukari ins dorf verfrachtet.
    Sie setzte ihn in sanjo's werkstatt ab, und ließ eine zettel da, das kazu's bewusstsein sich momentan in dieser shanghai befand. Kazu wartete nun auf sanjo's rückkehr.

  • BGM: Uneasy State


    Doomfang sah zu wie sein Jagdtgefährte den Vogel Youkai aussaugte.
    Balverine hatte wohl gute laune. Die Prozedur konnte je nachdem, wie eilig der Anwender es hatte, entweder sehr schmerzhaft oder auch kaum zu spüren sein.
    Alles war glatt gelaufen. Die Beiden standen in einer dunklen Gasse, inmitten von Underground City.
    Diese moderne Stadt war in Rekordzeit unter der Leitung der Kappa von Oni errichtet worden und befand sich unter der Erde, inmitten eines gewaltigen Netzwerks aus Höhlen und Tunneln.
    Der Leuchtkäfer hatte nichts zu bieten. Seine Nacht-Sperling Freundin dagegen, strotzte nur gerade zu vor magischer Energie.


    Mystia gefiel es gar nicht, dass sie von Sekunde zu Sekunde schwächer wurde.
    Sie spürte förmlich, wie ihre Kraft sie verließ. Wriggle war noch immer in einem Glas gefangen, welches der dunkle Wolf in seinen Händen trug.
    Der Vogel-Youkai wolllte seine Freundin nicht beunruhigen und unterdrückte seine Schmerzenschreie so gut er konnte.
    Es würde nicht mehr dauern, bis er ohnmächtig wurde.
    "Vielleicht sollte ich kämpfen?"
    Mystia überlegte sich einen Plan, wie sie aus dieser Situation am besten herauskommen würde.
    Wriggle müsste sie höchstwahrscheinlich zurück lassen aber vielleicht wäre es ihr ja möglich, davon zu fliegen, wenn sie ihre Gegner mit ihrem letzten Danmaku
    überraschen würde. Sie wartete auf einen geeigneten Moment.
    "Nein, das solltest du lieber sein lassen..."
    Mystia war schokiert. Der Schwarze Wolf hatte ihre Gedanken gelesen!
    Ihr war nicht aufgefallen, dass sie ihre Frage vorhin laut gestellt hatte.


    "Unterschätz mich nicht! Ich kann euch alle blind machen und..."
    Doomfang nutzte seine Fähigkeit und teleportierte sich direkt vor die Gefangene. Sein krallenbewehrter Zeigefinger war direkt auf Mystias linkes Auge gerichtet.
    "Und was?"
    Dieser Kerl meinte es ernst! Angstschweiß tropfte von Mystias Stirn. Sie begann zu stottern.
    "Und... N.... Nichts!"
    Der Werwolf wirkte enttäuscht und machte es sich auf einer großen Holzkiste bequem.
    "So langweilig!"


    Dunkle Wolken erschienen wenige Schritte weit weg in der Gasse.
    Ein Müllkontainer sowie diverser anderer Schrott wurden von ihr gefressen und begann zu korrodieren. Wenige Sekunden später hatten sich große Löcher in ihn gefressen, bis er schließlich zu Staub zerfiel.
    Ein Ziegenmann trat aus der Wolke und begann zu sprechen. Seine Stimme war mehr als dämonisch.


    "Gute arbeit. Die Dunkle Königin wird sehr erfreut sein, diese beiden Exemplarer in ihre Sammlung aufzunehmen."
    Dieser Ziegenmann war doppelt so groß wie jene, die Mystias Kutsche eskotiert hatten.


    "Mephismon... Du erscheinst persöhnlich, um die neuen Sklaven entgegen zu nehmen?"
    Doomfang ließ sich nicht beeindrucken und blieb mit seinen Armen hinter dem Kopf verschränkt auf seiner Holzkiste liegen.
    "Gibt wohl nicht besonders viel zu tun, bei eurer komischen Usabi Show, wenn der Kerkermeister nun zeit hat, selbst aus seinem Loch hervor zu kriechen."
    Der Chaos-Champion bleckte seine Zähne.
    "Wir wollen die doppelte Bezahlung."


    Mephismon blieb regungslos aber auf den Dächern über der Gasse tauchten nun zahlreiche Ziegenmänner auf.
    Balverine zielte mit seiner Pranke nach links. Eine riesige Eiswand kroch entlang der Gebäudefassade zu den Fallenstellern hinauf und frierte mehrere von ihnen binnen eines winzigen Augenblicks ein.
    Der Frostwolf hatte mit einem Schlag knapp 40% der Ziegenmänner außer Gefecht gesetzt.
    "Wie ich vorhin sagen wollte..."
    Doomfang richtete sich zu einer sitzenden Position auf.
    "Es gab da ein paar Ungereimtheiten. Wir haben ne menge Männer verloren auf dem Weg zurück. Sieht so aus, als hätte da jemand vergessen zu erwähnen,
    dass unsere kleinen Feenfreunde hier ein paar starke Freunde haben..."
    Mephismon schien verärgert. Er war dazu in der Lage, jeden Einzelnen in der Gasse binnen weniger Sekunden mit seiner besonderen Fähigkeit verwesen zu lassen.
    "Davon weiß ich nichts. 20 Goldstücke pro Kopf. So war es abgemacht."
    "In dem Fall sehe ich mich leider dazu gezwungen, den Deal zu canceln.
    Die Königin der Nacht wird mit Sicherheit Verständniss zeigen, wenn du ihr sagst, dass wir unsere Beute lieber mit einem anderen Klienten teilen.
    Scheinen ziemlich beliebt zu sein die Beiden. Würde mich nicht wundern, wenn dein Bote das nächste Treffen mit deiner Herrin nicht überlebt."


    Es war allgemein bekannt, dass die Dame vom dunklen Palast alles andere als gelassen auf schlechte Neuigkeiten reagiert.
    Doomfang hatte seinen Leuten zugehört, wie sie sich Geschichten von der wahnsinnigen Prinzessin erzählten, welche anscheinend nichts
    Besseres zu tun hatte, als tagtäglich ihre eigenen Palastangestellten abzuschlachten.
    Schwarze Wolken erschienen um Mephismons Hand. Die Ziegenmänner auf den Dächern zogen sich zurück. Würde dies eine Attacke mit Todesmagie bedeuten?


    Die Wolke wurde von violettem Licht eingerahmt und formte nun ein rundes Portal.
    Mephismon griff hinein und zauberte einen braunen Beutel daraus hervor.
    "60 Goldstücke. Das ist das Maximum."
    Der Dämon warf dem Werwolf die Bezahlung entgegen und nahm anschließend wieder seine neutrale, nichtssagende Körperhaltung ein.
    "Ihr Digimon Freaks vom dunklen Palast seid unheimlich. Bei euch weiß man nie so genau, was gerade in euren Köpfen so vor sich geht."
    Doomfang sprang auf und drückte dem Vogel Youkai das Glas mit dem Käfermädchen in die Hände.
    Er verabschiedete sich mit einem kräftigen Hieb auf ihren Rücken und schaute ihr ein letztes Mal hinterher, wie sie auf Mephismon zutaumelte.


    "Wird sie ein Teil der Show oder einfach nur Haus-Sklavin?"
    "Das wird die dunkle Königin spontan entscheiden."
    Mephismon verschwand mit den Gefangenen in einem Portal aus violetten Wolken.


    "Viel Glück, Kleines..."
    Doomfang hatte diesen Satz gesprochen, nachdem das Portal geschlossen war.
    Wie das unschuldige Mädchen mit den pinken Haaren sich letzte Nacht liebevoll um die Wunden eines Mitglieds seines Rudels gekümmert hatte, wollte ihm genauso wenig wie ihr trauriges Lied, einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen.




    Xarvius brach durch den Boden und erschien damit wieder an der Erdoberfläche.
    Er befand sich im Keller seines Anwesens. Der größte Teil seiner Kraft war beim Kampf letzte Nacht verloren gegangen.
    Er war nun nicht mehr, als eine einfache, schwarze, texturlose zwei Meter Schlange mit der Fähigkeit, sich grabend fortzubewegen.
    Dass er noch am Leben war, verdanke er einfach nur der Tatsache, dass er einen Teil seines Bewusstseins bereits zu beginn des Kampfes mit Mokou
    unter der Erde verborgen gehalten hatte.
    Yukari war aufgefallen, dass das Blut seiner Erwachten Form ebenfalls die Fähigkeit besaß, sich in kleine Vipern zu verwandeln und sein Leben damit zu verlängern.
    Diese waren nach seiner Niederlage in alle Richtngen ausgeschwärmt, wurden aber einer nach dem anderen von der Herrin Gensokyos zur Strecke gebracht.


    Die Gefangenen um ihn herum spürten seine dunkle Absicht.
    Er hatte ein ganzes Lager voller Gazimon, welche unter seinem Haus in Käfigen gefangen gehalten waren.
    Die Kanninchen-Digimon schreckten auf, jedesmal wenn er in ihre Richtung blickte und stolperten bei einem bedeutngslosem Rückzugversuch über ihre eigenen Beine.
    Er brauchte Kraft, damit er sich zurück in seine menschliche Gestalt verwandeln konnte.
    Doomfang und Balverine warteten bereits mit dem Rest des Rudels in seiner lieblings Taverne auf ihn.
    Das Wirtshaus befand sich leicht außerhalb der Stadt. Es würde ein Weilchen dauern, von Zuhause aus dort hinzukommen.
    Xarvius betrat einen der Käfige und begann zu fressen.



    Snake is now feasting


    *insert Gazimon beeing slaughtered in their cages here*

  • Hyourinmaru wartete auf dem Dorfplatz auf den Anfang der Wahlen. Er war zufrieden. Sanjo hatte ihm vorhin eine "Batterie" wie er es genannt hat gebracht. Sie sollte ihm die Elektrizität für seinen Ventilator liefern. Er wusste erstmal nicht was er damit tun soll, aber dann bemerkte er das die Batterie einen Anschluss hatte, an den er den ventilator einfach dran schalten konnte. Rinnosuke hat recht gehabt, es macht Wind. Erstaunlich.
    Er wartete weiter. Doch seine warterei wurde nun sehr schnell beendet. Er sah Sanjo mit einem komischen Kauz im Schlepptau den er nie zuvor gesehen hat....

  • Sanjo hatte nun endlich die Batterie bei Rin abgeliefert. Die Arbeiten an Kazus Haus gehen auch gut voran. Im Großen und Ganzen war es eigentlich ein recht ruhiger Tag. Nur die Besuche von Yukari hätte er sich auch sparen können. Er muss jetzt aber erst mal in die Werkstatt zurück. Dort sollte er seine Sachen ablegen und die Feder mitnehmen um die Wahlen anzumelden.


    In der Werkstatt sitzt eine kleine Shanghaipuppe auf seinem Tisch. Nebendran ist ein Zettel. "Was haben wir denn hier?" Die kleine Shanghaipuppe wedelt wild herum und deutet auf den Zettel. Sanjo greift sich diesen und liest den Inhalt. "Hm hm... ach herrje." Sanjo sieht den kleinen Kazu lächelnd an. "Hehe... das ist doch mal ne erheiternde Wendung. Für mich auf jedenfall." Klein Kazu wedelt verärgert herum. "Hey ich meins doch gar it so." Klein Kazu setzt sich auf Sanjos Schulter. "Na dann lass uns dich mal zur Wahl bringen."


    Sanjo stellt sich auf das Podest in der Mitte des Dorfes. Die "Verdächtigten" sammeln sich so langsam. "Ich möchte nochmal erwähnen, dass wir die Wahlen recht bald abhalten werden. Ihr habt alle nur eine Stimme und bei Gleichstand überwiegt meine Stimme, da ich das Dorfoberhaupt bin. Achja...." Sanjo hebt die Feder hoch und Anubriel kommt durch ein Portal geschritten. "Die Meisten, naja ich denke alle, werden ihn nicht kennen. Er ist Anubriel und möchte bei den Wahlen mitmachen. Er sagt, dass er Informationen hat, die uns helfen könnten. Es steht euch natürlich auch frei ihn rauszuwählen. Wenn ihr eine Begründung wollt: Yukari hat ihn mitgebracht. Und wie wir alle Yukari kennen, wissen wir dass nicht alles von ihr so super toll ist.

  • "Verdammt schon wieder verschlafen" murmelte Perry als er sich langsam von seinem Bett erhob. Ein Blick nach draußen bestätigte seinen Verdacht, es war hellster Tag. Draußen schien alles wie gehabt und doch ließ ihn das Gefühl nicht los, dass er diesmal vielleicht doch hätte früher aufstehen sollen. Etwas schien vor sich zu gehen. Nach einem kurzen Frühstück verließ er sein Haus um im Dorf nach dem Rechten zu sehen. "... da ich das Dorfoberhaupt bin. Achja...", Perry lief in Richtung Dorfplatz aus dem die Stimme zu kommen schien. Dort angekommen bemerkte er sofort Sanjo der sich auf einem Podest in der Mitte des Platzes aufgebaut hatte und eine Rede zu halten schien. Neben ihm stand jemand den Perry noch nie zuvor gesehen hatte und der Sanjo's Angaben zufolge "Anubriel" hieß.
    Bei einem Blick über die Anwesenden stellte er fest, dass Hyourinmaru auch hier war. Langsam ging er zu ihm hinüber grüßte freundlich und erkundigte sich nach dem Anlass von Sanjo's Rede. Hyourinmaru berichtete in kurzen Worten, dass Sanjo in Absprache mit Yukari den Entschluss gefasst hatte jeden Tag einen der Dorfbewohner aus Gensokyo zu verbannen, um so den Ereignissen der letzten Tage Einhalt zu gebieten. So hatten sich nun die meisten der "Verdächtigen", wie Sanjo sie genannt hatte, auf dem Dorfplatz versammelt um darüber abzustimmen, wer als erster aus Gensokyo verbannt werden sollte.
    Nebenbei hatte Hyourinmaru bemerkt das sowohl erselber als auch Perry zu den "Verdächtigen" gehörten.
    "Abstimmungen um jemanden zu verbannen? Als ob die letzten Tage nicht schon für genügend Verwirrung gesorgt haben, nun sollen wir uns auch noch gegenseitig in den Rücken fallen" dachte er sich, bevor er sich einen angenehmen Sitzplatz suchte um auf den Beginn der Wahlen zu warten.

  • "So viele Leute..."
    Anubriel mochte es nicht, von so vielen Menschen umgeben zu sein.
    Hier sprach jeder durcheinander, mit seinem Nachbarn. Es war schwer, das Gesamtbild zu erfassen.
    Die Dorfbewohner waren ziemlich aufgewühlt. Der Halb-Wolf wollte die Sache so schnell wie nur irgendwie möglich hinter sich bringen.


    Anubriel trat an die Seite des Dorf Oberhaupts und fing an zu sprechen.
    Er stand jetzt auf einer leicht erhöhten Plattform und zog sofort alle Blicke auf sich.
    "Die Leute hier sehen wohl ziemlich selten moderne Youkai..."
    Seine Klamotten passten wirklich überhaupt nicht zu einer Welt, deren Bewohner wie Japaner während der Feudal Ära gekleidet waren.
    Überall um ihn herum standen Schaulustige, welche alle so aussahen, als habe man sie direkt und ohne Vorwarnung von einem Ackerfeld aus hier her teleportiert.
    Ein Mann im Strohmantel blickte erwartungsvoll zu ihm hoch. Anubriel gefiel dieser Kerl. Ob er wohl wusste, dass dieses Accessoir seine Schultern betonte?
    Ein paar Wohlhabendere Menschen waren in Hitatare und Kimono erschienen, würden dem Shadowlight Leader aber definitiv nicht so lange in Erinnerung bleiben wie
    Mister Strawcloak.


    "Also dann..."
    Die Zuschauermasse begann langsam zu verstummen. Zu langsam für seinen Geschmack.
    "Bitte hört auf, alle durcheinander zu reden..."
    Ein Junge zog seine Mutter am Ärmel und rief:
    "Guck mal Mama! Ein Hundemann!"
    Anubriel klang leicht angewiedert und schimpfte:
    "Ich bin ein Wolf! Hunde verbringen ihr Leben zu Hause, als Schoßtier ihres Herrchens! Wir Wölfe dagegen sind freie, tödliche Jäger!"
    Die Mutter trug einen Kirschblütenfarbenden Kimono mit weißen Blumenmustern. Sie beugte sich zu ihrem Sohn herunter und befahl ihm leise zu sein,
    indem sie ihm eine Hand vor den Mund hielt. Anubriel bereute die Art, wie er gerade herum gezickt hatte.
    Die Frau war sichtlich eingeschüchtert und entkam unterwürfig mit dem Jungen zurück in die Masse.


    "Was machen diese Youkai hier!?"
    Ein großer Mann, dessen Haare oben zu einem Knoten zusammengebunden war, warf dem Dorfoberhaupt einen kritischen, Vorwurfsvollen Blick zu.
    Was der Kerl wohl davon halten würde, wenn erfährt, dass Sanjo inzwischen auch mit einem Schattendämon verschmolzen war?


    "Mein Name ist Anubriel. Ich bin hier, um für dein Dorfoberhaupt Ermittlungen anzustellen. Hier fand während der letzten Nacht ein Mord statt."
    Anubirel hatte sich direkt an den Mann mit dem Haarknoten gerichtet und starrte jetzt in seine Richtung. Mit nur einer Person auf einmal zu sprechen machte das
    Ganze ein wenig leichter für ihn. Er würde genau so weiter machen und die restlichen Schaulustigen einfach ausblenden.


    "Bei den Verdächtigen, handelt es sich ausschließlich um Neuankömmlinge von Gensokyo... warum auch immer..."
    "Und wieso denkt ein Hunde-Youkai, dass wir seine Hilfe bräuchten?"
    Dieser Kerl war wirklich dreist. Anubriel hatte keine Lust dafür verantwortlich gemacht zu werden, wenn hier heute Abend ein wütender Pöbel mit Fackel und Mistgabel hinter unschuldigen Nicht-Menschen herjagen würde und verzichtete auf eine passende Gegenantwort.


    "Ich vertrete hier sozusagen die Hakurei Maid. Ihre Meisterin hat mich gebeten, euch zu unterstützen.
    Wie dir bereits aufgefallen ist, befinden sich unter den Verdächtigen auch ein paar Nicht-Menschen.
    Mein Job ist es jetzt wohl, dafür zu sorgen, dass der Täter uns am Ende nicht einfach davon rennt."
    Anubriel rief eine schmale Klinge in seine Hand und machte einen Schwung zu Demonstrationzwecken.
    Kazrit hatte den Hieb mit einer leichten Briese verstärkt, welche nun an den Haaren des verblüfften Publikums spielte.
    Die Menge war damit endlich ruhig gestellt.


    "Beginnen wir mit dem Verhör..."
    Anubriel sprang von der Bühne, beschwor eine große Holzkiste aus einem Portal, um es sich darauf bequem zu machen und rief:
    "Sanjo! Führ einfach einen Verdächtigen nach dem Anderen auf die Bühne und sag ihm, er solle sich bitte ganz kurz vorstellen.
    Wo kommt er her? Was sind seine Absichten im Dorf? Und selbstverständlich, was er zum Zeitpunkt des Tathergangs letzte Nacht so getrieben hat.
    Wir geben unsere Stimmen dann ab, nachdem alle zu Wort gekommen sind."
    Es war bereits spät am Nachmittag. In nur wenigen Stunden würde die Sonne untergehen.
    Kazrit steckte neben ihm im Boden, war aber bereit, jederzeit einzugreifen...



    Sakuya hielt ihre Identität unter einem weiten, braunen Kapuzenmantel verborgen.
    Die Ex-Dämonenjägerin hockte auf dem Dach eines mittelgroßen Gebäudes und beobachtete die Versammlung von ihrem Versteck aus.
    Sie wusste genau, was hier gespielt wurde - Das halbe Dorf war bereits mit Schattenmenschen infiziert...

  • "Achja da du es anscheinend immer noch nicht mitbekommen hast: Das hier sind Wahlen kein Verhör. Ich werde keinen meiner Leute dazu zwingen sich vor dem Dorf lächerlich machen zu müssen, nur weil du so gerne Verhör spielst. Wer verdächtig ist, ist mittlerweile ja auch bekannt. Ich denke nicht, dass wir da so eine große Show drumherum machen müssen." Sanjo sieht Anubriel leicht genervt an. "Immer diese Wesen, die Yukari mitbringt. Nichts als Ärger diese Frau...", grummelt er leise in sich hinein. Er setzt sich nun wie immer im Schneidersitz auf den Boden und wartet drauf, dass die Stimmen abgegeben werden. Da er Dorfoberhaupt ist, hat er entschlossen seine Stimme als Letzter abzugeben, da seine sowieso zweifach zählt, sollte es zu einem Unentschieden kommen.

  • Er ging nochmal alle Kandidaten in seinem Kopf durch. Der einzige mit dem er bisher guten Kontakt hatte war Sanjo, ihn würde er auf jeden Fall nicht rauswählen. Er hatte sich aber mit einigen andern wenigstens schonmal unterhalten oder sieht sie öfter im Dorf, und sie wirkten alle recht nett auf Hyourinmaru. Aber Sanjo erwähnte auch den Namen des Wolf ähnlichen Wesens als einen der Verdächtigen. Er bedachte nochmal alle Fakten über diesen Anubriel: Er war zum ersten mal im Dorf zu sehen und taucht jetzt nach dem ein Mord passiert ist auf und zwar mit der Absicht Leute zu verhören und sie mit einer Waffe "aufzuhalten" falls jemand versucht zu entkommen. Außerdem wurde er von Yukari geschickt. Der Youkai war ihm nie ganz geheuer. Außerdem bemerkte er das Sanjo etwas genervt aussah als Anubriel die Leute verhören wollte. Sanjo stellte eine große Box in der Mitte des Dorfplatzes auf in die die Wahlzettel abgegeben werden sollten und setzte sich im Schneidersitz daneben hin.
    Hyourinmaru wusste schon wer für ihn am verdächtigsten war und gab seine Stimme für Anubriel ab.

  • "Ach wie schade..."
    Anubriel war enttäuscht.
    "Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, euch beim Lügen zuzusehen. Wäre eine gute Gelegenheit gewesen, euch näher kennenzulernen. Na gut, dann halt anders!"
    Der Halb-Wolf klopfte mehrmals gegen die Kiste, auf der er saß und sprang anschließend mit einem lautem "Hep!" von ihr herunter.
    Die Frontwand wurde von innen heraus aufgetreten. Ein ganz besonderer Überaschungsgast kroch hervor, richtete sich langsam auf und fing an, sich Staub von den Klamotten zu klopfen.
    Satori war alles andere als motiviert. Der Streich war missglückt. Sie hatte sich ganz umsonst in diese enge Kiste gezwängt!


    "Wenn ich vorstellen darf, Komeiji Satori vom Underground Palace!"
    Die Frau mit den pinken Haaren begrüßte die Masse, indem sie mit ihrer Rechten winkte. Es war unklar, ob ihr Gesichtsausdruck mehr Langeweile oder doch Desintresse zeigen sollte.
    "Unsere neue Freundin hier besitzt die Fähigkeit, Gedanken zu lesen. Ich schlage also vor, dass ihr von jetzt an die Wahrheit sprecht!"
    Anubriel grinste in Sanjos Richtung, versuchte dabei aber so unschuldig wie möglich auszusehen.


    "Eigentlich hatte ich vor, das Ganze ersteinmal laufen zu lassen aber kommen wir doch einfach sofort zum Höhepunkt.
    Herr Dorfoberhaupt. Wären sie bitte so nett, uns zu verraten, wie sie Gensokyo in der Zukunft sehen?
    Man hat mir erzählt, dass sich hier in letzter Zeit einige Leute herumtreiben, welche nichts Gutes im Schilde führen."



    Special Rule: You are no longer allowed to lie.