• Guten Abend, liebe Foren-Leute, am Sonntag stehen Bundestagswahlen an, und wie vor 4 Jahren, soll es auch dieses Mal einen Faden für Anregungen und Meinungen für Un- und Halbentschlossene geben.

    Als Diskussionsansatz vielleicht folgende Fragen:

    Welche Parteien wollt ihr bei der Bundestagswahl wählen?

    Welche Parteien würdet ihr überhaupt nicht wählen?

    Welche Politiker findet ihr (trotz ihrer Partei) sympatisch/kompetent, welche könnt ihr nicht leiden?

    Wie sieht euer Ergebnis beim Wahl-O-Mat (oder anderen politischen Test) aus?



    Bei der Wahl tendiere ich derzeit hauptsächlich Richtung FDP, weil ich persönlich zum Libertarismus tendiere, und finde, dass sich der Staat möglichst weit aus den Angelegenheiten des Bürgers und der Wirtschaft heraushalten sollte. Außerdem würde die FDP im Bundestag wieder eine schwarz-gelbe Koaltion ermöglichen, was viel besser wäre als die jetztige große Koalition.

    CDU könnte ich mir zwar auch vorstellen, aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass sie in letzter Zeit viel mit ihrer Regierungsmacht bewirkt haben.

    SPD hat es gerade ziemlich schwer, sich von der CDU abzugrenzen, weil sie ja 4 Jahre in der selben Koalition waren.

    Von der Grünen höre ich kaum was.

    AfD ist für mich das Parteiprogramm der CSU aus den 50ern, zusammen mit den teils fragwürdigen Gestalten bis in die Führungsebene für mich unwählbar.

    DIE LINKE halte ich ebenfalls für unwählbar, da sie in Teilen antikapitalistische und sozialistische Tendenzen vertreten, und ansonsten recht populistisch wirken.


    Beim Wahlomaten hab ich interessanterweise die größte Übereinstimmung (63,2%) mit der PdV (Partei der Vernunft), einer libertären Kleinpartei die beispielsweise nicht an den menschengemachten Klimawandel glaubt und für die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols ist, dann FDP, CDU/CSU, AfD je über 50%.


    Was denkt ihr so?

    :!: Alle in diesem Post begangenen Fehler bezüglich Rechtschreibung, Grammatik und Allgemeinwissen wurden absichtlich eingefügt, um auf Missstände im deutschen Schulwesen aufmerksam zu machen. :!:

  • Ah, Politik, ein schönes Thema. Es gibt ja noch genügend unentschlossene, das wird dieses Jahr eine sehr spannende Wahl.
    Zum einen: Welche Partei würde ich wählen?
    Es gibt für mich zwei Parteien, die von ihrer Themenausrichtung in die engere Auswahl kommen: Die Grünen und die Linken. Da mir einige Punkte der Linken jedoch zu extrem sind werde ich mein Kreuzle bei den Grünen machen. Deren Wahlprogramm hat mit mir die meisten Überschneidungen und klingt sehr vernünftig.
    Welche würde ich überhaupt nicht wählen? CDU, AfD, Piraten und momentan SPD. Die CDU ist mir zu konservativ und ist mir zu langsam, die AfD inzwischen zu radikal. Die SPD hat in den letzten Jahren sich selbst verraten, weswegen ich sie nicht wählen kann, obwohl sie ein einigermaßen ansprechendes Wahlprogramm haben. Die meisten werden sich nun wundern "warum die Piraten nicht?!": Die Piraten haben einige sehr gute punkte und auch einige gute Konzepte, sind in meinen Augen aber noch nicht geeignet für Bundespolitik. Wenn sie ein komplettes Wahlprogramm in allen bereichen ausarbeiten würden sie auch in Betracht kommen.
    Welche Politiker sind mir sympatisch? Aufjedenfall Merkel und Lindner. Beides sind sehr kompetente Politiker und Merkel auch höchstwahrscheinlich der Grund, warum die CDU noch gewählt wird. Garnicht leiden kann ich nun Erika Steinbach (aber die ist ja nun weg vom Fenster) sowie die meisten extremen AfD Politiker.
    Wahl o Mat: 77.1% Grüne und Linke, 70.8 % Piraten, 60,4% spd, 56.3% cdu, 54.2% NPD (Heil Hiedl!), 46.9% FDP und 36.5 % AfD

    Ein kleiner Hinweis für alle die gedenken, nicht wählen zu gehen:
    Es gibt viele Gründe fürs nichtwählen, jedoch solltet ihr trotzdem zur Wahl gehen. Wenn ihr nicht wisst, wenn ihr wählen sollt, informiert euch noch schnell darüber. Falls ihr euch von keiner Partei vertreten fühlt, geht hin und macht euren Wahlzettel ungültig: Das wird nämlich anders gewertet als eine Nichtwahl. Wenn ihr denkt, dass eure Partei eh nicht gewinnen kann oder über die 5% kommt: Für jede Stimme kriegt die gewählte Partei Geld mit der sie zukünfitg besser dastehen kann.

  • FDP finde ich gefährlich, besonders in deinen jungen Jahren, Sato, aber ich vertraue mal darauf, dass du weißt, was du tust.

    Laut Wahl-O-Mat habe ich die höchste Übereinstimmung mit den Freien Wählern, deren vollständiges Wahlprogramm wirkt mir aber ein bisschen zu utopisch, um wirklich umsetzbar zu sein.

    Personen haben im Wahlkampf für mich nichts verloren, es geht immerhin um trockene Gesetze und langwierige Diskussionen, da bringt es nicht viel, wenn die Leute einem sympathisch wirken, egal, ob sie jetzt Schulz, Merkel oder Lindner heißen.

    Wie schon gesagt finde ich die FDP recht gefährlich, weil sie soweit ich das mitbekommen habe nicht für einen sinnvollen sozialen Ausgleich stehen und beispielsweise große Vermögen nicht stärker besteuern wollen, mit dem Argument, dass solche Leute sich wehren würden. Da ist was dran, ja, aber gleichzeitig ist das auch ein ziemliches Armutszeugnis. Außerdem wollen die (zumindest in NRW, sobald sie die Unterstützung im Bundestag haben) die Studiengebühren wieder einführen, und da bin ich entschieden gegen. Überhaupt, die liberale Einstellung "Jeder ist seines Glückes Schmied und den Letzten fressen die Hunde" mag mit die natürlichste sein, aber auch eine recht unangenehme wie ich finde.

    Wie Arebs schon sagte, die CDU sind sehr konservativ, die AfD recht radikal, bringen zwar als Opposition Wind in den Bundestag, aber nicht in eine produktive Richtung.

    Die Grünen sind inzwischen auch ziemlich weichgespült, aber trotz ihrer teilweisen Realitätsferne wirkt das Programm halbwegs vernünftig. Fehlt nur noch das Geld dazu.

    Die SPD und Schulz sind ein anderes schwieriges Thema. Innerhalb der Partei ist Schulz ziemlich rechts eingestellt, was den Unterschied zur relativ links eingestellten Merkel noch weiter verschwimmen lässt. Im Vergleich zu ihr hat er wesentlich besseres diplomatisches Fingerspitzengefühl, auf der anderen Seite finde ich einige seiner Entscheidungen im Europäischen Parlament aber etwas fragwürdig. Ausschlaggebend ist im Endeffekt aber, dass ich wie gesagt nicht viel von Gesichterwahlen halte.

  • Ich habe laut Wahl-o-Mat eine recht hohe Übereinstimmung mit "Die Partei" (eine Satirepartei, die von ehemaligen Mitgliedern der Satirezeitschrift "Titanic" gegründet wurde), die ich auch schon die bei den letzten Wahlen gewählt habe. Allerdings fängt die genau wie die Linke und die Grünen an, von SJWs unterwandert zu werden.

    Ansonsten gibt es nicht Auswahl: CDU und SPD sind für mich seit Jahren unwählbar, Linke und Grüne sind fernab der Realität, AFD sind mir zu rechts und die Piratenpartei hat sich selbst zerfleischt.

  • Was denkt ihr so?

    In der Wahlkabine halt ich mir die Augen zu und mache anschließend irgendwo mein Kreuz.

    Davon abgesehen halte ich nichts davon, mich bezüglich der Wahl zu irgendeiner Partei zu bekennen, wo's öffentlich einsehbar ist.


    Bezüglich Wahl-O-Mat: Der ist natürlich so ausgefallen, wie ich es eigentlich genau nicht erwartet habe. Vielleicht beantworte ich da paar Fragen einfach nochmal konkreter.

  • Davon abgesehen halte ich nichts davon, mich bezüglich der Wahl zu irgendeiner Partei zu bekennen, wo's öffentlich einsehbar ist.

    Sehr löblich, wenn man an seiner Identität festhalten will. Solche Aussagen aus einem Nischenforum auf einen zurückzuführen ist zwar ziemlich unmöglich, aber man sollte das Risiko im Hinterkopf behalten. Kann man auch wieder sehr lange drüber diskutieren.


    Ich finde es ja sehr interessant, dass man beim Wahl-O-Mat erst nachdem man abgestimmt hat und sich die Positionen der Parteien ansieht die Möglichkeit hat, die Hintergründe zu den Fragen zu sehen. So gesehen muss man das eigentlich zweimal machen.

  • Ich möchte mich auch nicht direkt bekennen, kann nur sagen dass ich wie man es heute so von AfD-Anhängern hört linksgrün versifft bin. Liberal mag ich an sich schon auch, aber die FDP kommt für mich nicht in Frage weil ich das auch etwas gefährlich finde für junge NEETS Leute wie mich, hab da auch beim Wahl-O-Mat kaum Übereinstimmungen.


    Hätte nichts dagegen gehabt wenn die SPD die CDU endlich mal vom Thron stoßen würde, aber Schulz ist wohl leider kein Gegner für Merkel, schon etwas überraschend, da sieht man wie beliebt Merkel immer noch ist. Ansonsten denke ich dass es wieder eine große Koalition geben wird, die dann in gewisser Weise beiden Parteien schaden wird (wohl eher noch der SPD).


    Die Grünen sind nicht so meine Lieblingspartei, aber schon eher beliebt bei mir, hoffe wirklich sehr die fliegen nicht aus dem Bundestag, auch wenn man die jetzt nicht so mag, stattdessen käme die FPD und die AfD rein, dann hätte man nur noch eine wirklich linke Partei im Bundestag und extrem viel aus der konservativen neoliberalen Ecke, das stelle ich mir echt nicht gut vor.


    Wählen kann ich leider dieses Jahr wahrscheinlich gar nicht gehen, weil ich hier gerade mit Fieber, Nebenhöhlenentzündung und (was mich am meisten daran hindert) Würgereiz rumsitze... Aber vielleicht wirds ja noch besser, eigentlich müsste ich es ja schon tun, immerhin weiß ich jetzt fürs nächste Mal dass ich da direkt die Briefwahl benutzen sollte.

  • Schwarz-Gelb-Grün...

    Das wird interessant, eine so komplexe Regierungskoalition hatten wir schon seit sechzig Jahren nicht mehr, aber groß was anderes geht ja nicht, wenn die SPD nicht schon wieder Juniorpartner werden will und niemand die AfD mag. Aber ich habe keine Ahung, wie man die Ausrichtung die da entsteht jetzt nennen soll, Konservativ-liberale Nachhaltigkeit?